Riester-Angebot wird ausgedünnt

Allianz streicht Beitragsgarantie in der Betriebsrente

Der Versicherer Allianz will das Riester-Renten-Angebot ab 2022 stark einschränken und sich zudem im bAV-Neugeschäft nach einer Übergangszeit von der vollen Beitragsgarantie verabschieden. Hintergrund ist die Senkung des Höchstrechnungszinses von 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent zum 1. Januar 2022 und das gleichzeitige Ausbleiben einer Reform der Riester-Rente durch die Bundesregierung.
© picture alliance / abaca | Niviere David/ABACAPRESS.COM
Das Logo der Allianz an einem Gebäude: Der Versicherer will die volle Beitragsgarantie in der bAV streichen.

Die Allianz hat angekündigt, die volle Beitragsgarantie im Neugeschäft mit der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu streichen. Das geht aus einem Bericht des Portals „Versicherungsmonitor“ hervor. Der Versicherer nannte demnach die Beitragszusage mit Mindestleistung ein „Auslaufmodell“.

Wegen der vom Bundesfinanzministerium bereits angekündigten Senkung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2022 von derzeit 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent – und einer zugleich ausgebliebenen Riester-Reform – kommt dieser Schritt nicht ganz überraschend, aber für viele wohl doch schneller als gedacht: Die Allianz will ihr Riester-Renten-Angebot ab Anfang 2022 stark einschränken und dieses nur noch im Rahmen des Tarifs „Perspektive“ beibehalten. Zugleich soll die Beitragszusage mit Mindestleistung im bAV-Neugeschäft fallen gelassen werden.

Mehr zum Thema

Allianz Deutschland setzt Kundenservice neu auf

Die Allianz Deutschland will bis zum 1. Oktober die Führung zentraler Bereiche ihres Kundenservice in…

Allianz Leben kippt 100-Prozent-Garantie

Bei neuen Renten- und Lebensversicherungen verabschiedet sich der Marktführer Allianz von der 100-Prozent-Garantie. Den Kunden…

„Die bAV bringt für viele Arbeitnehmer zu wenig Rendite“

In einer aktuellen Übersicht stellt Frank Nobis, Gründer des Start-ups BePlus und langjähriger Geschäftsführer des…

Laut „Versicherungsmonitor“ sollen neue Gruppenverträge bereits ab dem 1. Juli 2021 nicht mehr möglich sein; bei Einzelverträgen ist Ende Juli 2021 Schluss. Für Nachmeldungen in bestehende Gruppenverträge soll demzufolge eine Übergangsfrist bis Ende 2022 gelten.

Kunden mit einem der Tarife „KomfortDynamik“ und „InvestFlex“ können dann künftig nur noch zwischen einem Garantieniveau von 60, 80 und 90 Prozent wählen. In den Tarifen „IndexSelect“ und „Perspektive“ bleibt es bei den seit Anfang des Jahres geltenden 90 Prozent.

„Im aktuellen Zinsumfeld brauchen wir mehr Freiheiten, die schaffen wir mit einer niedrigeren Garantie, um mehr Geld in die renditestarken Bereiche investieren zu können“, wird Allianz-Vorständin Laura Gersch zitiert.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia