Rentenpolitik

Grüne wollen Bürgerfonds für die Altersvorsorge

Die Politik steht gerade vor der Mammutaufgabe, die Altersvorsorge in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten. Auch die Grünen haben nun einen Reformvorschlag vorgelegt: Sie wollen einen Bürgerfonds einführen, der sicherer sein soll als Privatimmobilien, Aktien und Co. Die Details gibt’s hier.
© dpa/picture alliance
Will die Altersvorsorge sicherer machen: Grünen-Parteivorsitzender Robert Habeck.

Bei einem sind sich derzeit wohl alle Politiker einig: Die Altersvorsorge in Deutschland muss zukunftssicher gemacht werden. Die Grünen haben einen Vorschlag, wie das klappen könnte: mit einem Bürgerfonds zusätzlich zur gesetzlichen Rente.

Ihr Konzept haben Parteivorsitzender Robert Habeck und Grünen-Europa-Abgeordneter Sven Giegold unter anderem Zeit Online mitgeteilt: Der Staat solle einen bestimmten Anteil des Bruttolohns von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einbehalten und in den Fonds einzahlen. Selbstständige, Freiberufler und Beamte sollten sich freiwillig beteiligen können. Der Bürgerfonds solle sowohl in Aktien als auch in an der Börse gehandeltes Eigenkapital investieren.

Der Bürgerfonds solle dabei kein eigenständiges Rentenkonzept sein, sondern eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Rente – denn wer keine Lust habe, solle als Arbeitnehmer auch jederzeit aussteigen können. Als Verwalter könnten sich Habeck und Giegold die Deutsche Bundesbank vorstellen, „deren Unabhängigkeit grundgesetzlich verbrieft ist“, erklärten sie Zeit Online. Der Staat solle zwar auch etwas beisteuern, dabei aber keinen Zugriff haben.

Um auch Menschen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten die größtmögliche und -sichere Rendite zu ermöglichen, haben die beiden Politiker vor, Investitionen breit zu streuen. Wer wolle, solle sich aber auch für für Optionen mit mehr Risiko entscheiden können. In skandinavischen Ländern funktioniere ein ähnliches Konzept bereits, so die Grünen-Politiker gegenüber dem Portal. Hierzulande könne es eine Alternative zur mittlerweile sehr umstrittenen Riester-Rente und zur betrieblichen Altersversorgung sein.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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