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Im März büßte der Deutsche Aktienindex Dax fast 40 Prozent seines Wertes ein. Trotzdem haben viele Anleger einen kühlen Kopf bewahrt, Anteile gehalten oder sogar aufgestockt. Das zeigt eine von der Postbank beauftragte Kantar-Umfrage.
Demnach hielten 18 Prozent der Deutschen seit Ausbruch der Corona-Pandemie ihre Aktien und Fondsanteile im Depot oder nutzten Sparpläne unverändert weiter. Sieben Prozent stockten ihre Anteile auf, drei Prozent erwarben erstmalig Wertpapiere. Besonders häufig kauften die Anleger Aktien (62 Prozent), gefolgt von ETF-Fonds (40 Prozent) und Investmentfonds (22 Prozent).
Knapp vier Prozent der Befragten, die bislang kein Geld an der Börse investiert haben, planen laut Studie in den kommenden Monaten Aktien oder Fondsanteile zu kaufen. Weitere 20 Prozent spielen mit dem Gedanken, sind aber noch unentschlossen.
„Viele Aktienkurse haben aktuell das Niveau von vor der Krise erreicht, sind zum Teil sogar darüber hinausgestiegen. Dieser Umstand kann potenzielle Anleger abschrecken, da sie befürchten, dass sie den passenden Einstiegszeitpunkt verpasst haben“, meint Karsten Rusch von der Postbank. Diese Sorge relativiere sich jedoch, wenn Anleger regelmäßig feste Beträge im Rahmen eines Fondssparplans investierten, so Rusch.
„Dank des sogenannten Durchschnittskosteneffekts erhalten Anleger bei fallenden Kursen mehr Anteile, während sie bei steigenden Kursen eine geringere Anzahl an Papieren kaufen“, erklärt der Experte. „Über einen längeren Zeitraum betrachtet zahlen die Anleger daher einen günstigen Durchschnittspreis für ihre Fondsanteile.“
Vor allem Frauen zeigen allerdings eher Zurückhaltung bei der Wertpapieranlage: Drei Prozent der weiblichen Befragten kauften seit Ausbruch der Pandemie verstärkt Wertpapiere, bei den Männern hingegen sind es viermal so viele (zwölf Prozent). Und während lediglich ein Prozent der weiblichen Befragten ins Wertpapiergeschäft einstiegen, wagten fünf Prozent der Männer diesen Schritt. „Frauen scheuen sich generell eher vor einem Börseninvestment als Männer. Und vermutlich wird die aktuelle Krise das höhere Sicherheitsbedürfnis der Anlegerinnen noch weiter verstärken“, sagt Karsten Rusch.
Für die repräsentative Postbank-Studie interviewte das Meinungsforschungsinstitut Kantar insgesamt 1.039 Personen ab 18 Jahren.
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