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Die deutschen Lebensversicherer blicken deutlich optimistischer in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Die Ertragserwartungen für die nächsten drei Jahre haben sich verbessert, wie aus der jährlichen Sonderumfrage des Ifo-Instituts im Auftrag des Versicherungsverbands GDV zur Ertragslage im Versicherungssektor hervorgeht.
„Der Anteil der Lebensversicherer, die mittelfristig mit einer Verbesserung ihrer Ertragslage rechnen, hat sich von 19 Prozent im Vorjahr auf jetzt 54 Prozent mehr als verdoppelt“, freut sich GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Zugleich erwarten laut Umfrage 46 Prozent der befragten Unternehmen (Vorjahr: 71 Prozent) eine gleichbleibende Entwicklung, während niemand (Vorjahr: 10 Prozent) mit einer Verschlechterung rechnet. „Daraus ergibt sich mit plus 54 nach plus 9 Punkten im Vorjahr erfreulicherweise ein deutlich verbesserter Saldo für die Ertragsaussichten der Lebensversicherer“, so Asmussen.
Etwas verhaltener fallen die Ertragserwartungen in der Schaden- und Unfallversicherung für die nächsten drei Jahre aus. „Der Anteil der Unternehmen mit optimistischer Perspektive nimmt leicht auf 53 Prozent (Vorjahr: 58 Prozent) ab, jener mit pessimistischen Erwartungen steigt gleichzeitig auf 10 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent)“, sagt Asmussen. Der Anteil gleichbleibender Erwartungen bleibt mit 37 Prozent nahezu unverändert.
In der Privaten Krankenversicherung zeigt sich eine ambivalente Entwicklung bei den in den nächsten drei Jahren erwarteten Erträgen: Zwar sehen hier 41 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) der befragten Unternehmen verbesserte, aber auch 17 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) schlechtere Aussichten. 42 Prozent der Unternehmen gehen von einer gleichbleibenden Ertragslage aus.
„Die Ertragserwartungen der Versicherer für die nächsten drei Jahre zeigen über alle Sparten hinweg, dass der Zukunftsoptimismus im Sektor stark gestiegen ist“, so Asmussen. „Der Anteil der Unternehmen, die von 2024 bis 2026 mit einer Verbesserung der Ertragssituation rechnen, liegt jetzt bei 51 Prozent, nach 35 Prozent im vergangenen Jahr.“ Gleichzeitig ist der Anteil jener Unternehmen, die eine Verschlechterung erwarten, spartenübergreifend von 9 auf 7 Prozent leicht gesunken.
Kein einheitliches Bild ergeben die Ergebnisse der Ifo/GDV-Sonderumfrage für die aktuelle Ertragslage der Versicherer. 21 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre momentane Ertragslage als günstig (Vorjahr: 15 Prozent). Gleichzeitig schätzen aber auch mehr Unternehmen ihre aktuelle Ertragslage als ungünstig (22 nach 13 Prozent) und weniger als befriedigend (57 nach 72 Prozent) ein. Der Saldo aus günstigen und ungünstigen Einschätzungen sinkt damit von plus 2 auf minus 1 Punkt.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine mögliche ungünstige Ertragssituation in den meisten Unternehmen mittelfristig überwunden werden kann“, sagt Asmussen. So haben 80 Prozent der Versicherer, die ihre Ertragslage als ungünstig bezeichneten, eine optimistische Erwartungshaltung für die kommenden drei Jahre. Auch jene Unternehmen, die ihre Ertragslage bereits als günstig einschätzten, rechnen tendenziell mit einer Fortsetzung des positiven Trends.
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