Finanzanlagenvermittler

BVK lehnt Eckpunktepapier zur Bafin-Aufsicht ab

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat sich erneut gegen Pläne der Bundesregierung ausgesprochen, die Aufsicht der Finanzanlagenvermittler auf die Bafin zu übertragen. Der Verband fürchtet „weitere bürokratische Hürden für den Berufsstand“ sowie Doppelstrukturen bei den Industrie- und Handelskammern (IHKn), wie aus einer Stellungnahme hervorgeht.
© BVK
BVK-Präsident Michael Heinz

Jüngst haben die Bundesministerien für Justiz und Finanzen in einem Eckpunktepapier dem Plan der Regierungsparteien zugestimmt, alle deutschen Finanzvermittler nach Gewerbeordnung (GewO) zum 1. Januar 2021 unter die Hoheit der Aufsichtsbehörde Bafin zu stellen.

Mehr zum Thema

Maklerpools fordern IHK-Aufsicht für Finanzanlagenvermittler

Die Finanzanlagevermittler (nach Paragraf 34 d und 34 f Gewerbeordnung) sollten über die Industrie- und…

Bafin soll 34f-Vermittler ab 2021 überwachen

Anfang 2021 sollen 34f-Vermittler schrittweise unter die Aufsicht der Bafin gestellt werden. Der Aufsichtswechsel soll…

Was sich für Finanzanlagenvermittler nun ändert

Hier geht es zum Artikel.

Doch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat nun abermals deutlich gemacht, dass er von diesem Vorhaben nichts hält und dieses „entschieden“ ablehne.

„Als ob es keine anderen Probleme gäbe, arbeitet diese Bundesregierung unverdrossen daran, weitere bürokratische Hürden für den Berufsstand aufzubauen und Doppelstrukturen bei den Industrie- und Handelskammern (IHKn) und der Bafin zu schaffen“, wird BVK-Präsident Michael Heinz in einer Pressemitteilung des Verbandes zitiert.

Bafin-Aufsicht wäre „für den Berufsstand mit hohen Kosten verbunden“

Dabei werde übersehen, dass Finanzanlagenvermittler überwiegend auch als Versicherungsvermittler tätig seien und bereits von den örtlichen IHKn beaufsichtigt würden. „Dies hat sich bereits seit 2007 bewährt“, betonte Heinz.

Die Vermittler müssten viel Zeit und Arbeit für die Übertragung und die Erfüllung der neuen Aufsichtsregeln der Bafin verwenden, „die nicht nur für die Kundenberatung und -betreuung der Finanzanlagenvermittler wegfielen, sondern zudem für den Berufsstand mit hohen Kosten verbunden wären“, so Heinz weiter.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia