Anlage in Aktien

Hessen und Verbraucherschützer fordern Alternative zu Riester

Es muss eine fixe Alternative zur Riester-Rente her. Das forderten der hessische Finanzminister, Thomas Schäfer (CDU), und Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) auf einer gemeinsamen Fachveranstaltung in Berlin. Beide warben dabei erneut für ihre jeweiligen Alternativkonzepte für eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Hier kommen die Details.
© picture alliance/Andreas Arnold/dpa
Thomas Schäfer (CDU), Finanzminister von Hessen, bei einer Sitzung im Landtag.

Riester hat ausgedient, eine Alternative muss her. Einzahlen sollen die Beschäftigten dabei automatisch, es sei denn, sie widersprechen explizit. Die „öffentliche Hand“ soll das Produkt organisieren, Anlageform der Wahl sind Aktien. So in etwa lassen sich die Vorsorgekonzepte zusammenfassen, die der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und VZBV-Vorstand Klaus Müller für ein neues staatliches Standardprodukt jeweils ins Spiel bringen.

Deutschland-Rente heißt das hessische Produkt, Extrarente das verbraucherschutzorientierte – beide bewarben die jeweiligen Initiatoren jüngst auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin.

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„Das Experiment, die zusätzliche Altersvorsorge in die Hände der Versicherungswirtschaft zu übergeben, ist gescheitert“, kritisiert VZBV-Mann Klaus Müller. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher leiden unter teuren, unübersichtlichen und ineffizienten Produkten.“ Deutschland brauche endlich ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, das ohne unnötige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskomme, leicht verständlich sei und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt gute Renditen abwerfe.

Thomas Schäfer stimmte dem zu: „Deutschland muss sich bei der zusätzlichen Altersvorsorge dringend neu aufstellen.“ Der demografische Wandel bringe die gesetzliche Rente an ihre Grenzen. „Ohne eine ergänzende kapitalgedeckte Altersvorsorge wird es nicht gehen. Fakt ist aber auch: Zusätzliche Altersvorsorge ist in Deutschland bislang kein Erfolgsmodell. Die Komplexität des Themas, aber auch etwa intransparente und teure Altersvorsorgeprodukte sind hierfür einige der Gründe.“ Deshalb müsse die Politik nun handeln und die Rente zukunftsfest machen. „ Es ist zwar löblich, dass im Koalitionsvertrag auf Bundesebene die Einführung eines Standardproduktes zur Altersvorsorge geplant ist. Daraus müssen nun endlich aber auch Taten folgen. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch.“

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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