Wer im Vereinigten Königreich Haus oder Wohnung kaufen möchte, muss dafür im Schnitt über 3.600 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen. Damit führt das Land eine Liste an, die die Immobilienplattform Immowelt und der Immobilienbewerter Meilleurs Agents gemeinsam erstellt haben. Sie umfasst sieben der an Einwohnern gemessen größten Länder in Europa.
Mit nur wenig Abstand folgt Deutschland auf dem 2. Platz. Hierzulande kostet der Quadratmeter durchschnittlich bereits rund 3.300 Euro. Interessant ist jedoch, wie vergleichsweise günstig Spanien und Italien sind.
Selbstverständlich können überteuerte Hauptstädte solche Statistiken gehörig verzerren. Wie sehr die Spanne dabei auseinander laufen kann, zeigt die folgende Statistik mit den Quadratmeterpreisen eben dort. Plötzlich hat Deutschland einigen Abstand zur Spitze. Kein Wunder, schließlich heißen die teuersten deutschen Städte nicht Berlin, sondern München und Hamburg.
Doch auch diese Zahlen kann man sich zwar anschauen, sollte man aber auch mal mit dem landestypischen Einkommen ins Verhältnis setzen. In dieser Statistik nennen die Autoren diese Kennzahl „Leistbarkeit“. Sie zeigt, wie viele Quadratmeter Wohnfläche sich ein Zwei-Personen-Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen leisten könnte.
Seite 2: Immobilienpreise mit dem Einkommen ins Verhältnis setzen
Grundlage dafür ist das verfügbare Medianeinkommen in den Ländern im Verhältnis zum durchschnittlichen Flächenpreis und der Kreditfähigkeit eines Haushalts. Letztere erklären die Autoren so: „Die Kreditfähigkeit entspricht einer Kreditaufnahme für Immobilien über 20 Jahre zu einem durchschnittlichen Zinssatz für diese Laufzeit (EZB) und einer Tilgungsrate von 33 Prozent des verfügbaren Einkommens.“
Bisschen abstrakt das Ganze, und auch nicht ganz einfach. Doch es ergeben sich Anhaltspunkte, wer sich wo noch irgendwas kaufen kann. Vor allem in London und Paris sieht es erwartungsgemäß in dieser Hinsicht übel aus:
Im Ländervergleich ergibt sich ein so nicht erwartbarer Spitzenreiter. Doch das liegt an den deutlich geringeren Einkommen in Portugal. Aus ähnlichem Grund verringern sich auch die Abstände zwischen Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien im Vergleich zu den obigen Ranglisten sichtlich. Ein sehr angenehmes Immobilienpflaster ist hingegen offenbar Belgien:
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