Die Tipps hat das Online-Verbrauchermagazin Finanztip zusammengestellt. Weitere Infos gibt es hier.
1. Fahrerkreis einschränken
Je weniger Fahrer das Auto benutzen dürfen, desto günstiger wird die Versicherung. Vor dem Abschluss sollten sich Verbraucher daher genau überlegen, wie der Fahrerkreis definiert wird. Der Ehepartner ist dagegen meist kostenlos mitversichert.
2. Selbstbeteiligung wählen
Eine Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung senkt die Prämien. Als Daumenregel empfiehlt Finanztip in der Teilkasko 150 Euro, in der Vollkasko 300 Euro Selbstbehalt. Doch wenn ein noch höherer Eigenanteil die Versicherung günstiger macht, ist in der Vollkasko auch dies denkbar.
3. Kleinere Schäden selbst bezahlen
Reguliert die Versicherung einen Schaden, senkt sie im Gegenzug den Schadenfreiheitsrabatt eines Fahrers. Dadurch wird die Versicherungsprämie ab dem kommenden Jahr teurer. Solange ein Schaden günstiger ist als der Aufschlag des Beitrags, lohnt es sich, kleine Schäden selbst zu zahlen. Bei der Haftpflicht im Schnitt bis 1.500 Euro, in der Vollkasko bis 1.300 Euro.
4. Rabattschutz sinnvoll einsetzen
Ein Rabattschutz verhindert nach einem Unfall, dass man in der Schadenfreiheitsklasse niedriger eingestuft wird. Diese Klausel lohnt sich statistisch gesehen bei einem Mittelklassewagen in der Haftpflichtversicherung nur, wenn der Zusatz nicht mehr als rund 100 Euro kostet. Falls der Rabattschutz teurer ist, sollte man darauf besser verzichten und kleine Schäden selbst begleichen. Die Klausel bindet den Versicherten auch an seinen Anbieter: Der Rabattschutz lässt sich nicht zu einer anderen Versicherung mitnehmen. Die beim ursprünglichen Versicherer geretteten Schadenfreiheitsklassen gehen beim Wechsel daher verloren.
5. Werkstattbindung erlauben
Wählt der Versicherte eine Werkstattbindung, spart er zwischen 10 bis 30 Prozent Prämie, je nach Anbieter. Bei geleasten oder fremdfinanzierten Autos scheidet diese Option oft aus: Hier ist meist festgelegt, dass der Wagen nur in Vertragswerkstätten des Herstellers repariert werden darf.
6. Kilometer reduzieren
Die gefahrenen Kilometer sollten realistisch, aber möglichst tief angesetzt werden. Im Notfall kann der Versicherte seine gefahrenen Kilometer während des Versicherungsjahrs durch einen Anruf bei seinem Anbieter nach oben korrigieren.
7. Prämien jährlich zahlen
Jeder zweite Deutsche bezahlt zu viel für seine Autoversicherung, weil er die Prämie nicht fürs ganze Jahr im Voraus zahlt. Bei monatlicher oder vierteljährlicher Zahlung verteuert sich die Prämie im Schnitt um 8 Prozent. Im Extremfall muss der Versicherte sogar 40 Prozent mehr bezahlen.
8. Schadenfreiheitsrabatt übertragen
Hat ein Fahrer einen Schadenfreiheitsrabatt gesammelt, kann er diesen an einen anderen Fahrer abtreten. So können zum Beispiel Eltern, die den Führerschein abgeben, ihrem Kind die Rabatte übertragen. Wer die Schadenfreiheitsklassen übernimmt, bekommt allerdings nur so viele gutgeschrieben, wie er seit dem Erwerb des Führerscheins selbst hätte ansammeln können. Ein 30-Jähriger kann schließlich noch nicht 25 schadenfreie Jahre vorweisen. Der Übertrag ist unwiderruflich.
9. Rabatte für den Zweitwagen nutzen
Normalerweise wird ein Zweitwagen von der ersten Versicherung in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft. Doch einige Anbieter heben mit der „verbesserten Zweitwagenregel“ das Auto gleich auf Stufe zwei oder vier – dadurch wird das zweite Auto erheblich günstiger. Noch preiswerter wird es, wenn die Versicherung den Wagen sogar in der gleichen Klasse wie den Erstwagen versichert. Direct Line und Bavaria Direkt bieten dies unter bestimmten Voraussetzungen an.
10. Vor dem Autokauf Typklassen vergleichen
Die Beiträge zur Kfz-Versicherung unterscheiden sich erheblich je nach Modell. Denn Versicherungen stufen jeden Wagen in eine Typklasse ein – abhängig von Preis, PS-Stärke, Unfallwahrscheinlichkeit und Reparaturbedürftigkeit des Autos. Wer eine günstige Versicherung will, sollte ein Modell mit niedriger Typklasse wählen. Gut ein Drittel kann zum Beispiel sparen, wer sich für einen Smart ForTwo entscheidet statt für einen Fiat 500: Im Musterfall von Finanztip kostet die Vollkaskoversicherung für den Fiat 500 im Jahr 271 Euro, während der Smart nur 184 Euro kostet.
11. Fahranfänger von Eltern versichern lassen
Die Autoversicherung wird im Durchschnitt fast doppelt so teuer, sobald ein Fahranfänger mit dem Auto der Eltern fährt. In einem extremen Beispielfall von Finanztip steigt der Beitrag von rund 400 Euro auf etwa 980 Euro im Jahr. Wie viel die Versicherungen jeweils draufschlagen, ist sehr unterschiedlich. Daher lohnt sich ein Vergleich für Fahranfänger und Eltern umso mehr.
12. Als Senior vergleichen und wechseln
Je älter ein Autofahrer ist, desto teurer wird seine Kfz-Versicherung. So kann es sein, dass ein 75-Jähriger fast 40 Prozent mehr für seine Police zahlen muss als ein 55-Jähriger. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Finanztip. Die Versicherungen zu vergleichen und auch im Alter noch zu wechseln, kann sich daher richtig lohnen. In der Musterrechnung spart ein 75-Jähriger durch den Anbieterwechsel rund 400 Euro im Jahr.
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