Welche Rolle spielt der Makler?

Jeder Zweite offen für Wechsel der KFZ-Versicherung

Fast jeder zweite Autofahrer (45 Prozent) denkt in diesem Jahr über einen Versicherungswechsel nach oder hat diesen bereits umgesetzt. 55 Prozent wollen nichts unternehmen, wie eine repräsentative Umfrage der ADAC Autoversicherung ergab. Diese zeigt auch, welche Rolle der Makler beim Abschluss spielt – und dass der Preis nicht das Wichtigste ist.
Porsche AG KFZ-Versicherung
© picture alliance/dpa | Marijan Murat
Ein Mitarbeiter wartet in der Werkstatt des Porsche-Zentrums in Stuttgart einen Sportwagen. Als einer Art Volkssport erweist sich unter Autofahrern der alljährliche Wechsel der KFZ-Versicherung.

36 Prozent der Autofahrer gaben in einer repräsentativen Umfrage der ADAC Autoversicherung an, dass sie über einen Wechsel der Kfz-Versicherung in diesem Jahr nachdenken wollen. Weitere 6 Prozent haben sich schon für einen Wechsel entschieden, 3 Prozent haben bereits eine neue Versicherung abgeschlossen. Die Mehrheit von 55 Prozent will hingegen alles so belassen, wie es ist und in diesem Jahr nicht wechseln.

Dass etwa die Hälfte der Autofahrer bei der Kfz-Versicherung grundsätzlich wechselbereit sei, lässt sich laut ADAC durch die Umfragedaten zu tatsächlichen Versicherungswechseln in der Vergangenheit bestätigen. So hat fast jeder Zweite (47 Prozent) in den vergangenen fünf Jahren seine Autoversicherung gewechselt. 30 Prozent haben einmal den Anbieter gewechselt, 13 Prozent zweimal und vier Prozent dreimal oder häufiger.

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„Besonders wechselfreudig sind Autofahrer mittleren Alters“, teilt die ADAC Autoversicherung weiter mit – in der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren hat jeder Vierte (26 Prozent) seine Kfz-Versicherung in den vergangenen fünf Jahren mindestens zweimal gewechselt.

Am meisten Wert legen Autofahrer im Übrigen nicht auf den Preis, sondern auf den Service ihrer Versicherung nach einem Unfall. 71 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen eine unkomplizierte Schadenabwicklung sehr wichtig ist. Der Preis der Kfz-Versicherung ist für 66 Prozent sehr wichtig, der Leistungsumfang für 60 Prozent. Ein persönlicher Ansprechpartner ist für jeden Dritten (31 Prozent) sehr wichtig.

8 Prozent der Wechsel erfolgen über Makler

Und auch das hat der ADAC beobachtet: Beim Abschluss einer Kfz-Versicherung steht die persönliche Beratung bei vielen Autofahrern nach wie vor hoch im Kurs. 45 Prozent haben ihre Versicherung direkt bei einem Berater des Anbieters abgeschlossen, weitere 7 Prozent telefonisch. Für den Abschluss bei einem klassischen Versicherungsmakler haben sich 8 Prozent entschieden (siehe Grafik). Dagegen entfallen insgesamt 38 Prozent der Abschlüsse auf das Internet. 31 Prozent haben ihre Autoversicherung online auf den Seiten eines Anbieters abgeschlossen, 7 Prozent bei einem Online-Vergleichsportal.

Während das Einkaufen im Internet bei jungen Menschen besonders beliebt ist, zeigt sich beim Abschluss der Kfz-Versicherung ein anderes Bild: In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren liegt der Anteil derer, die ihre Versicherung online abgeschlossen haben bei lediglich 31 Prozent. Den höchsten Anteil der Online-Abschlüsse gibt es in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren. In diesem Alter haben 46 Prozent der Autofahrer ihre aktuelle Kfz-Versicherung im Internet abgeschlossen.

Eine Kündigung der Kfz-Versicherung ist grundsätzlich zum Ablauf eines Versicherungsjahres mit einmonatiger Frist möglich. Meistens endet das Versicherungsjahr zum 31. Dezember. Die Kündigung muss dann bis zum Stichtag 30. November erfolgt sein.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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