Verschleiß ist Hauptschaden

Viele Fahrräder und E-Bikes sind nicht gut versichert

Viele Fahrrad- und E-Bike-Fahrer sind ohne Versicherungsschutz unterwegs. Selbst wenn sie ihn haben, melden sie etwa Verschleiß-Schäden nicht immer. Dabei zeigen sich die Versicherer zahlungswillig, wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat.
Fahrrad wird in Werkstatt repariert, Werkstatt mit Werkzeugen im Hintergrund.
© fxquadro/Freepik
Fahrrad in der Werkstatt: Verschleiß ist der häufigste Schaden bei Fahrrad und E-Bike.

Der häufigste Schaden am Fahrrad bleibt Verschleiß (37 Prozent). Dabei ist es egal, ob es sich um ein E-Bike oder um ein normales Rad handelt. Betroffen sind am häufigsten Reifen, Bremsen, Ketten und Zahnräder.

Das hat eine Umfrage unter 6.000 Fahrrad- und E-Bike-Besitzern durch den Fahrradversicherer und Leasinganbieter Linexo by Wertgarantie ergeben.

Danach folgen eigenverschuldete Schäden, wie Reifenpannen oder Oberflächenschäden durch ein umstürzendes Rad. „Versicherer sprechen in diesem Fall von unsachgemäßer Handhabung. Ein wahrscheinlicher Schaden, den man bei seiner Police neben Schäden durch Abnutzung unbedingt prüfen sollte“, rät Sören Hirsch, Bereichsleitung Bike bei Linexo.

Gründe für Verschleiß sehen die Befragten vor allem in alterungs- und nutzungsbedingter Materialermüdung. Aber auch mangelnde Pflege und fehlende Wartung können dazu beitrage.

Viele Bikes nicht gut versichert

Ein weiteres Ergebnis: 46 Prozent der Fahrräder und 27 Prozent der E-Bikes sind komplett ohne Versicherungsschutz unterwegs. 40 Prozent setzen auf ihre Hausratversicherung. Diese greift jedoch häufig nur bei Einbruchdiebstahl.

„Diebstahl ist neben dem Totalschaden nach einem Unfall der teuerste Schaden an Fahrrad und E-Bike. Die Versicherung sollte auch zahlen, wenn das Bike außerhalb der eigenen vier Wänden gestohlen wird“, so Hirsch.

Bei der Absicherung von E-Bikes und kostenintensiven Rädern lohnt außerdem zu prüfen, ob die Versicherungssumme den Bike-Ersatz deckt und ob eine Selbstbeteiligung bleibt. „Welche Summen werden unter welchen Bedingungen getragen? Dieser Check ist sowohl beim Vergleich von Hausrat- gegenüber Fahrradversicherung ratsam, als auch bei Bikes, die geleast werden“, sagt der Experte.

Versicherungen zahlungswillig

Frappierend: Über 90 Prozent beziehungsweise 75 Prozent der Verschleißschäden an Fahrrad und E-Bike melden die Versicherten nicht ihren Anbietern. Auch technische Defekte, eigenverschuldete Schäden und Unfälle ohne Dritte, wie Stürze, werden mehrheitlich nicht gemeldet.

Dabei übernehmen die Versicherungen die angezeigten Schäden zu rund 70 Prozent vollständig und zu etwa einem Viertel teilweise. Nur selten werden Schäden abgelehnt.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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