Verivox-Auswertung

Alterszuschlag bei Kfz-Versicherung steigt

Der Alterszuschlag in der Kfz-Versicherung ist in den vergangenen Jahren gestiegen, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox. Wer lange unfallfrei fährt, profitiert aber von einer Veränderung bei den Rabattstaffeln.
© Pixabay
Senioren im Cabrio: Ältere Autofahrer zahlen bei der Kfz-Versicherung deutlich drauf.

Autofahrer, die älter sind als 80 Jahre, zahlen für ihre Kfz-Versicherung 114 Prozent mehr als ein 40-Jähriger. Bei Verträgen mit Kaskoschutz beträgt der Zuschlag 98 Prozent. Das zeigt eine Auswertung der Haftpflichttarife des Vergleichsportals Verivox. Die Berechnung, die in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Rosenheim durchgeführt wurde, stammt vom vergangenen November. Die Auswertung berücksichtigt ausschließlich den Einfluss des Alters auf den Kfz-Beitrag. Nachlässe durch höhere Schadenfreiheitsrabatte seien nicht einbezogen.

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Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Alterszuschlag demnach erneut gestiegen. Drei Jahre zuvor hatte der Zuschlag bei Haftpflichttarifen noch bei 106 Prozent gelegen. Bei Vollkasko-Versicherungen wurden 83 Prozent verlangt – ein Unterschied von 15 Prozentpunkten. Der Zuschlag greife dabei nicht erst im höheren Seniorenalter, so die Auswertung. Schon die Altersgruppe der 66- bis 70-Jährigen zahle ein Viertel bis ein Drittel mehr als die 40-Jährigen.

Rabatte für unfallfreie Jahre

„Parallel dazu schaffen die Kfz-Versicherer eine Entlastung für unfallfreie Senioren“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer des Verivox Versicherungsvergleichs. Während 2016 beim Schadenfreiheitsrabatt in der Regel höchstens 35 schadenfreie Jahre anerkannt wurden, seien es heute meist 45 Jahre und mehr.

Wie die Auswertung der Rabattstaffel von 82 Versicherern zeige, gibt es bei zwei Dritteln mindestens die Schadenfreiheitsklasse 45. Darüber hinaus erhöht sich bei 23 Gesellschaften der Rabatt bis zu Schadenfreiheitsklasse 50. Spitzenwert seien Rabatte für bis zu 60 schadenfreie Jahre. Das bedeute für Autofahrer: Wer im Alter unfallfrei fährt, könne gegenüber der alten Schadenfreiheitsklasse 35 seinen Beitrag nochmal um 15 bis 20 Prozent senken.

„Die längeren SF-Klassen setzen sich gerade marktweit durch“, sagt Schütz. Die Versicherer versuchen seiner Einschätzung nach, den Beitrag immer stärker an das persönliche Risiko anzupassen. „Wer auch als Senior unfallfrei bleibt, kann den steigenden Alterszuschlag ein Stück weit ausgleichen“, so Schütz. Doch tatsächlich erhöhe sich im Alter das Risiko, einen Unfall zu verursachen. Würden Senioren dann in teurere Schadenfreiheitsklassen zurückgestuft, schlage der steigende Alterszuschlag voll durch.

Autorin

Hannah

Dudeck

Hannah Dudeck arbeitete von April bis Juni 2020 als freie Redakteurin für Pfefferminzia.

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