Die Polizei und das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen sind gemeinsam gegen sechs mutmaßliche Betrüger vorgegangen. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin. Demnach habe man mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin und Brandenburg vollstreckt. Entsprechende Ermittlungen laufen schon seit Oktober 2025.
Die Beschuldigten im Alter von 33 bis 46 Jahren sollen Versicherungsgesellschaften in Zusammenhang mit illegal vermieteten Autos um Prämien betrogen haben. Laut Nachrichtenagentur DPA taten sie das, indem sie die Autos zwar vermieteten, aber als Privatfahrzeuge versicherten. Der Schaden für die Versicherer soll sich auf mindestens 111.400 Euro belaufen. Der Umsatz der Autovermietungen soll um ein Vielfaches höher gelegen haben.
Man habe 16 Objekte in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Friedrichshain-Kreuzberg und in den brandenburgischen Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Dahme-Spreewald durchsucht, heißt es weiter. Dabei habe man Beweismittel, wertvollen Schmuck und vier Luxusautos sichergestellt, eines davon ein Rolls-Royce.
Drei Beschuldigte hat man bereits wieder entlassen. Die Behörden ermitteln weiter.
Die Aktion ist Teil eines größeren Projekts. Denn die Polizei beobachtet schon länger, dass in Metropolregionen speziell gegründete Firmen der organisierten Kriminalität Fahrzeuge für Straftaten beschaffen. Es könnte sich um 60 Unternehmen mit geschätzten 2.200 Autos handeln. Weshalb die Polizei Berlin das europaweite Projekt „Rent“ (Deutsch: Miete) leitet, mit dem sie das unterbinden will.
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