Laut Allianz-Berechnungen

Todesrisiko auf E-Bike dreimal höher als auf Fahrrad

Wer mit einem Elektrofahrrad unterwegs ist, geht ein dreimal höheres Risiko ein, Opfer eines tödlichen Unfalls zu werden, als mit einem klassischen Fahrrad – und das über alle Altersgruppen hinweg. Das haben Berechnungen des Versicherers Allianz ergeben.
© dpa/picture alliance
Ein Mann fährt mit einem Elektrofahrrad. Die Zahl der Unfälle mit oft als E-Bike oder Pedelecs (Pedal Electric Cycle) bezeichneten Fahrzeugen ist relativ gesehen höher als bei klassischen Rädern ohne Motor.

Der Versicherer Allianz hat die Unfalldaten des Statistischen Bundesamts in Beziehung zu den geschätzten Fahrkilometern gesetzt, die laut Bundesverkehrsministerium in Deutschland auf Elektrofahrrädern (E-Bikes) absolviert werden.

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Das Ergebnis: „Über alle Altersgruppen zusammengefasst ist das Getötetenrisiko im Fünf-Jahresmittel auf dem Pedelec dreimal so hoch wie auf dem herkömmlichen Rad“, wird Jörg Kubitzki, Unfallforscher der Allianz, laut Medienberichten zitiert. Demnach besteht also für Senioren auf E-Bikes keine größere Unfallgefahr als für andere Nutzer.

Als Pedelecs werden E-Bikes mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit bezeichnet, bei denen die Fahrer selbst in die Pedale treten müssen, um von der Motorunterstützung zu profitieren.

Unter den geschätzt 77 Millionen Fahrrädern in Deutschland finden sich bislang vier Millionen Pedelecs, was einem Anteil von gut 5 Prozent entspricht. Der Anteil der getöteten Pedelec-Fahrer an allen tödlich verunglückten Radlern beträgt demnach aber fast 18 Prozent.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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