Es wird schwierig

KFZ-Versicherungen gelten bald nicht mehr in Russland

Bislang können sich deutsche Autofahrer schon hierzulande eine KFZ-Versicherung holen, die in Russland gilt. Nachgewiesen durch die Grüne Karte. Das geht ab Juni nicht mehr.
Autos in Moskau: KFZ-Haftpflichtversicherungen aus der EU bald nicht mehr anerkannt
© picture alliance/dpa/TASS | Vyacheslav Prokofyev
Autos in Moskau: KFZ-Haftpflichtversicherungen aus der EU bald nicht mehr anerkannt

Ende Mai 2023 läuft ein Abkommen zwischen Russland und der Europäischen Union (EU) aus. Wie das deutsche Auswärtige Amt mitteilt, erkennt die Russische Föderation KFZ-Versicherungen aus der EU, Großbritannien und der Schweiz dann nicht mehr an. Wer dann mit dem Auto nach Russland reisen möchte, müsse eine „alternative KFZ-Versicherung“ abschließen, heißt es. Sonst ist man nicht versichert. Für Weißrussland erwartet man übrigens dasselbe. Im Gegenzug gelten die russischen KFZ-Haftpflichtverträge auch nicht mehr in EU, Großbritannien und Schweiz.

Bislang funktioniert in Russland die Internationale Grüne Versicherungskarte (Grüne Karte), mit der Autofahrer ihre KFZ-Haftpflichtversicherung dort nachweisen können. Allerdings muss Russland auf der Karte ausdrücklich erwähnt sein und darf nicht durchgestrichen sein. Die Grüne Karte bekommen Versicherte kostenlos auf Anfrage von ihren KFZ-Versicherern. Ein anderer Weg ist es, speziell für Russland eine KFZ-Haftpflicht abzuschließen.

Doch wie schon erwähnt, hilft das alles ab Juni aber nicht mehr weiter. Und dann wird es schwierig, wie Medien übereinstimmend berichten. Denn die dann nötigen Policen für Russland bekommt man noch nicht im Internet. Und die von Russland angekündigten Verkaufsstellen in Grenznähe wurden bislang weder gesichtet noch bestätigt.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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