Der US-amerikanische Autobauer Tesla elektrisiert eine ganze Branche mit seinen begehrten Stromern – und in Kürze dürften hierzulande auch Versicherungen zum Geschäftsmodell des Unternehmens aus Kalifornien gehören. Denn wie die Finanzaufsicht Bafin nun in ihrem monatlich erscheinenden Journal (April 2021) mitteilte, hat die Behörde der Tesla-Tochter „Tesla Insurance Limited“, einem Versicherungsunternehmen mit Sitz im EU-Staat Malta, kürzlich die Zulassung erteilt. Hierzulande soll das Versicherungsunternehmen dann „Tesla Insurance Limited (Germany Branch)“ heißen.
Damit hat Tesla-Chef Elon Musk offenbar seine Ankündigung wahr gemacht, bald international in das Versicherungsgeschäft einsteigen zu wollen. „Wir bauen ein großartiges, bedeutendes Versicherungsunternehmen auf“, zitierte ihn das Magazin „Teslamag“ im Juli 2020 (wir berichteten). Musk wandte sich damals auch konkret an Aktuare: „Wenn Sie an revolutionärer Versicherung interessiert sind, kommen Sie bitte zu Tesla“, so der schillernde Manager. In den USA gibt es entsprechende Tesla-Kfz-Policen bereits seit 2019.
Das Prinzip lautet so: Das Auto soll das Fahrverhalten des Nutzers analysieren und anhand dieser Daten ein individuelles Risikoprofil erstellen können, wie es hierzulande auch bei Telematik-Tarifen der Fall ist. Sollten Fahrer zu rasant oder risikoreich fahren, sollen sie zudem über Sparmöglichkeiten bei einer anderen Fahrweise informiert werden. Laut Tesla könnten so eventuell sogar Unfälle vermieden werden.
Tatsächlich könnte es Tesla aber in Zukunft nicht allein bei Kfz-Policen belassen. Laut der Bafin-Meldung hat der Autobauer für folgende Sparten Zulassungen erhalten:
Wann genau es mit der „Tesla Insurance Limited (Germany Branch)“ losgehen soll, ist bislang jedoch nicht bekannt.
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