Appell von Maklern an Versicherer

„Schafft uns eine Datenbank zu Schadenfreiheitsrabatten in der Kfz-Versicherung“

Versicherungen geben in Interviews gerne an, wie wichtig es ihnen ist, Makler bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In vielen Fällen gibt es sicherlich auch Tools und Services von Versicherern, die genau das erreichen. An manchen Stellen fehlen diese aber. So fordert eine Gruppe von Maklern von den Versicherern, beziehungsweise dem Versichererverband GDV, eine Datenbank, in der man nach aktiven und ruhenden Schadenfreiheitsrabatten in der Kfz-Versicherung suchen kann.
© dpa/picture alliance
Ein beschädigter Kleinwagen steht auf einem Abschleppwagen vor einem Einfamilienhaus in Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen): Eine 83-Jährige war mit ihrem Auto in die Außenfassade des Hauses. Die Rentnerin und die drei Hausbewohner blieben unverletzt.

Eine Gruppe von aktuell 17 Versicherungsmaklern hat es sich zum Ziel gesetzt, ein die Arbeit erleichterndes Tool in der Kfz-Versicherung ins Leben zu rufen. Ein entsprechender Brief an den Branchenverband GDV ist geschrieben und dort auch bereits angekommen.

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Worum geht es den Maklern?

Man sei sehr unzufrieden damit sind, dass man Schadenfreiheitsrabatte (SFR) – insbesondere ruhende, aber auch aktive – „bei quasi allen Versicherungsunternehmen sehr mühsam erfragen muss, da hierzu kaum Datenbanken der Versicherungsunternehmen bestehen“, so die Kritik von Makler Jürgen Bechstein aus Wiesbaden, der das Schreiben an die Versicherer und den GDV aufgesetzt hat (hier finden Sie den Brief).

Fast immer müssten Innendienstmitarbeiter hierfür alle bestehenden und abgelaufenen Verträge mühsam einzeln durchforsten. Bei Kunden mit vielen ehemaligen Kfz könne das schon mal etwas länger dauern.

„Die uns vorschwebende Lösung ist, die Versicherungsunternehmen dazu zu bewegen, Konzepte zu entwickeln, damit über die jeweiligen Kundenportale ganz klar ersichtlich ist, welche SFR ein Kunde hat, welche davon aktiv sind und welche davon derzeit ruhen, beziehungsweise wann deren Verfallsdatum eintritt“, heißt es in dem Brief weiter.

Außerdem solle klar dargestellt sein, wie hoch der sogenannte GDV-Rabatt beziehungsweise das Rabattgrundjahr (RGJ) und wie hoch eine eventuelle unternehmensinterne Sondereinstufung sei.

„Es geht hier um Sachwerte des Kunden, die aufgrund der unübersichtlichen Regelung der Versicherungsunternehmen allzu leicht verloren gehen können. Auch erleichtert es uns Maklern erheblich die Aufgabe zum Kundenwohl den besten Rabatt, sinnvollerweise dem teuersten Fahrzeug zuzuordnen.“

Vorteile auch für die Versicherer

Die Makler sehen dabei auch Vorteile für die Versicherer selbst. Zum Beispiel gebe es ein hohes Einsparpotenzial in den Hotlines. „Wir Makler und die Hotlines verbringen regelmäßig sehr viel Zeit, die jeweiligen SFR miteinander herauszubekommen und vor allem, ob diese noch vorhanden sind oder bereits abgegeben wurden.“

Eine entsprechende Datenbank würde helfen, diese Telefonate erheblich zu verkürzen und die Hotline wiederum effektiver und kostengünstiger zu gestalten.

Was sagt der GDV?

Makler Bechstein hat bereits ein erstes Feedback des Branchenverbands zu dieser Initiative erhalten. Dort heißt es, man könne eine entsprechende Datenbank aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht erstellen und betreiben. Wenn sich nur ein Mitgliedsunternehmen gegen diese Idee sperren würde, könne man das Projekt schon vergessen, so der GDV-Mitarbeiter weiter.

Die Makler wollen trotzdem noch nicht aufgeben und sammeln weiter Unterstützer für die Initiative. Eine Hilfe wäre es schließlich schon, wenn die einzelnen Versicherer eine entsprechende Datenbank einrichten würden.

In der Facebook-Versicherungsgruppe „Der Versicherungsmakler“ können Sie sich anschauen, wie die Initiative zustande kam. Dort können Sie sich auch an die Urheber der Initiative wenden, um mit in den Kreis der unterstützenden Makler aufgenommen zu werden.

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