Verkauf an Run-off-Gesellschaft

Zurich trennt sich von Ärztehaftpflichtsparte

Ein Verkauf des Leben-Geschäfts steht für Zurich Deutschland nicht zur Debatte, in der Sachsparte sieht das jedoch anders aus: Der Versicherer gab bekannt, sein Ärztehaftpflicht-Geschäft in Deutschland zu verkaufen. Für die neuen Besitzer – die Catalina Insurance Ireland DAC – ist es bereits die 24. Übernahme in diesem Jahr.
© dpa/picture alliance
Ein Schild der Zurich in Köln: Der Versicherer verkauft seinen Ärztehaftpflichtbestand.

Der Versicherer Zurich zieht sich in Deutschland aus dem Geschäft mit Ärztehaftpflichtpolicen zurück. Das Portfolio mit Reserven für potenzielle Schadensfälle von zuletzt 450 Millionen Dollar werde an die Catalina Insurance Ireland DAC verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Über den Preis machten beide Seiten keine Angaben.

Bei dem Käufer handelt es sich um ein Tochterunternehmen des in Bermuda ansässigen Catalina-Konzerns. Wie Catalina auf seiner Webseite berichtet, markiert die Übernahme des Zurich-Geschäfts bereits die 24. Transaktion in diesem Jahr. Zudem würde man den Erst- und Rückversicherungsmarkt kontinuierlich nach neuen Bestandsübernahmen prüfen, heißt es.

Zurich-Finanzchef George Quinn erklärte, dass sich der Verkauf „leicht positiv auf Kapital und Gewinn auswirken“ wird. „Die Transaktion reduziert Risiken, setzt den Prozess zur Vereinfachung der Gruppenorganisation fort und setzt Kapital aus Tätigkeitsbereichen frei, die nicht länger zum Kerngeschäft zählen”, so Quinn weiter.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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