Transportschäden

Trockener Rhein beschäftigt Versicherer

Das Rekord-Niedrigwasser im Rhein setzt die Transportlogistiker unter Druck. Güter müssen zum Teil auf Schiene und Straße umgeladen werden. Das kann auch Folgen für Versicherer haben.
Niedriger Rhein bei Duisburg: Die Dürre in Deutschland verändert Risiken im Warenverkehr
© picture alliance / Jochen Tack
Niedriger Rhein bei Duisburg: Die Dürre in Deutschland verändert Risiken im Warenverkehr

Der Rhein ist nicht nur ein Fluss, sondern auch eine für die Logistik wichtige Wasserstraße. Das derzeitige Rekord-Niedrigwasser beeinträchtigt die dortige Schifffahrt massiv. Schiffe müssen ihre Ladung deutlich verringern oder können ihre eigentliche Route gar nicht mehr zurücklegen. Die Konsequenz: Güter müssen umgeladen werden und per Zug oder LKW weiter transportiert werden.

Und das birgt Risiken. Der Versichererverband GDV weist darauf hin, dass die damit verbundenen zusätzlichen Umschläge und Zwischenlagerungen das Risiko von Transportschäden erhöhen. „Für Versicherer ist die veränderte Transportstruktur von besonderer Bedeutung. Denn aus direkten Transporten entstehen oft komplexe Ketten mit vielen Umschlägen und Lagerungen. Jeder dieser Schritte erhöht das Schadensrisiko“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Von Verladefehlern bis zum Diebstahl

Zum Beispiel könnten bei Gütern wie Getreide, Kohle oder Erz Mengenverluste, Verunreinigungen oder Feuchtigkeitsschäden auftreten. Auch der Einsatz von Kränen und Förderbändern könne die Ware beschädigen.

Bei Containern könnten beim Heben und Absetzen Schäden entstehen. Besonders empfindlich seien Kühlcontainer, Gefahrgut und hochwertige Waren. Hier könne ein Ausfall der Kühlung oder unsachgemäße Lagerung schnell zu erheblichen Schäden führen. Zudem erhöhen laut GDV längere Zwischenlagerungen das Risiko von Diebstahl oder Verladefehlern.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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