Studie

Banken und Sparkassen wollen Firmenkundengeschäft ausbauen

Das Geschäft mit Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern haben die Sparkassen und Banken hierzulande bisher eher vernachlässigt. Doch laut einer aktuellen Trendstudie soll sich das nun ändern: Die Institute wollen die sinkenden Erträge im Privatkundensegment ausgleichen.
© Investors Marketing
Die Grafik zeigt die Unterschiede zwischen dem Privat- und Firmenkundengeschäft in den kommenden Jahren.

Die Banken und Sparkassen hierzulande erwarten bis zum Jahr 2025 immer weiter sinkende Erträge im Privatkundengeschäft. Firmenkunden hingegen sind die neuen Hoffnungsträger der Branche. Hier sollen die Erträge laut einer aktuellen Studie der Managementberatung Investors Marketing um 5,3 Prozent wachsen.

Die Kreditinstitute wollen sich im Zuge dieser Entwicklung also mehr auf die Firmenkunden konzentrieren – vor allem auf kleine Unternehmen und Freiberufler. Denn hier sollen die Erträge sogar um 6,3 Prozent in die Höhe gehen.

„Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es einiger Anstrengungen“, sagt Thomas Wollmann, Vorstand von Investors Marketing.

Das Problem:

Die rund 3,2 Millionen Kleinunternehmer und 1,4 Millionen Freiberufler in Deutschland fühlen sich durch ihre Hausbank oft nicht optimal betreut.

49 Prozent der Selbstständigen und sogar 62 Prozent der Freiberufler haben keinen persönlich bekannten, festen Ansprechpartner bei ihrer Bank oder Sparkasse. Und weniger als jeder Dritte hat das Gefühl, der eigenen Hausbank überhaupt wichtig zu sein.

Dem sind sich die Banken und Sparkassen auch bewusst:

Nur 18 Prozent sind überzeugt, im Firmenkundengeschäft bestens aufgestellt zu sein, 22 Prozent sehen die eigene Aufstellung sogar ausgesprochen kritisch.

Immer mehr Kunden erkennen auch das Potenzial anderer Anbieter – beispielsweise der Sparda-Banken und Fintechs.

„Um sich hier zu behaupten“, so Thomas Wollmann, „müssen die Banken und Sparkassen ihre Kundenorientierung und auch das Kundenerlebnis verbessern. Dabei kommt es auf kompetente Beratung und Filialen vor Ort an.“

Denn:

Vor allem Selbstständigen ist die Filiale vor Ort besonders wichtig (32 Prozent). 65 Prozent von ihnen besuchen diese monatlich oder öfter.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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