Online-Banking

Jeder Zweite erledigt Zahlungsverkehr in fremden WLAN-Netzen

Jeder zweite Online-Banking-Nutzer erledigt seinen Zahlungsverkehr zumindest hin und wieder über öffentliche WLAN-Netze, etwa auf Flughäfen oder in Cafés, wie eine aktuelle Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt. Wer ein fremdes WLAN nutzt, sollte allerdings einen sogenannten VPN-Dienst nutzen, bei dem der Datenverkehr verschlüsselt und vor fremden Augen geschützt wird, empfehlen die Bitkom-Experten.
© Bitkom
Bankgeschäfte werden oft in freien WLAN-Netzen oder mit fremden Geräten getätigt. Dabei sollten Nutzer achtsam vorgehen, empfiehlt der Digitalverband Bitkom.

Den Kontostand per Smartphone checken und die Urlaubsbuchung online zu überweisen, ist bequem und in der Regel auch sicher, wenn man ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreift. So stellt immerhin drei Viertel (72 Prozent) der Online-Banking-Nutzer sicher, dass sie beim Online-Banking darauf achten, dass niemand auf den Bildschirm schauen kann. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 702 Online-Banking-Nutzern in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Demnach erledigen 41 Prozent der Befragten Online-Bank-Geschäfte auch mal mit fremden Geräten, etwa auf der Arbeit oder bei Freunden. Jeder Fünfte (19 Prozent) hat seine Zugangsdaten für das Online-Banking ein- oder mehrmals an Dritte wie Familienmitglieder oder Freunde weitergegeben – keine gute Idee, findet Julian Grigo, Banking-Experte des Bitkom. „Die eigenen Zugangsdaten sollte man vor Dritten schützen und nie weitergeben.“

Zudem sollte man die Daten auch nicht auf Geräten eingeben, bei denen man nicht sicher sein könne, ob dort Schadsoftware wie Keylogger installiert seien, „die jeden Tastendruck aufzeichnen“, so Grigo.

Technischer Schutz ist nicht alles

Weiter gaben vier von zehn Online-Banking-Nutzer (40 Prozent) an, regelmäßig mindestens alle sechs Monate ihre Zugangsdaten zum Online-Banking wie PIN oder Passwort zu ändern. Ähnlich viele (37 Prozent) achteten darauf, dass auf den Geräten, die sie für Online-Banking nutzen, immer die aktuellste Betriebssystem-Version oder aktuelle Virenschutz-Programme installiert sind.

„Grundsätzlich sorgen die Banken und Sparkassen für ein Höchstmaß an Sicherheit beim Online-Banking“, stellt Grigo klar. Um zum Beispiel Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen, benötigten Cyberkriminelle nicht nur die Zugangsdaten, sondern müssten sich zudem Zugriff auf das sogenannte zweite Sicherheitsmerkmal wie die TAN-App auf dem Smartphone verschaffen, so der Bitkom-Experte.

Sein Fazit: Technischer Schutz könne persönliche Achtsamkeit nicht ersetzen. „So wie man keinen Überweisungsschein blanko und unterschrieben rumliegen lassen würde, so sollte man sich auch beim Online-Banking vorsichtig und vernünftig verhalten.“

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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