Lloyds-of-London-Chef John Neal

Corona-Krise wird „größter Versicherungsschaden aller Zeiten”

John Neal, Geschäftsführer der Versicherungsbörse Lloyds of London, erwartet durch die Corona-Krise den größten internationalen Versicherungsschaden, den es je gegeben hat. Insgesamt gehe er von einer Summe von 200 Milliarden US-Dollar aus.
© Lloyds of London
Ist Geschäftsführer der Versicherungsbörse Lloyds of London: John Neal.

„Mit über 200 Milliarden Dollar wird Covid-19 der größte Versicherungsschaden aller Zeiten“, erklärte John Neal, Chef des Versicherungsmarkts Lloyds of London, gegenüber dem Medienunternehmen „Bloomberg“. 107 Milliarden Dollar entfielen dabei auf Versicherungsschäden und weitere 96 Milliarden Dollar auf Kapitalanlageverluste.

Wie das Portal „Risknet“ berichtet, ächzen vor allem die Kreditversicherungsunternehmen unter den Belastungen der Krise. Aus diesem Grund haben die Bundesregierung und die deutschen Kreditversicherer bereits vorgesorgt – hierzulande gibt es einen Schutzschirm für die Unternehmen: Der Bund will im gesamten Jahr 2020 eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro übernehmen.

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Als Gegenleistung wollen die Kreditversicherer ihre Kreditlimite von derzeit rund 400 Milliarden Euro weitestgehend unverändert lassen. Außerdem zahlen sie Verluste von bis zu 500 Millionen Euro aus eigener Tasche und übernehmen Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgehen. Gleichzeitig dürfen sie laut dem Portal 65 Prozent des Prämienaufkommens dem Bund überlassen.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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