GDV-Studie

Mittlere Unternehmen zeigen wachsendes Interesse an Cyberpolicen

Immer mehr mittelgroße Unternehmen in Deutschland erkennen die Relevanz von gewerblichen Cyberversicherungen. Laut einer Umfrage des Branchenverbands GDV hat sich ihr Interesse diesbezüglich innerhalb der vergangenen zwei Jahre fast verdoppelt. Kleinstunternehmen hingegen sehen nach wie vor keinen Bedarf.
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Annette Riedl
Ein Hacker am Computer: Mittelständische Unternehmen wollen sich zunehmend vor Cybergefahren schützen.

Während 2018 nur 22 Prozent der mittleren Unternehmen hierzulande eine Cyberversicherung hatten oder abschließen wollten, waren es 2020 mit 43 Prozent schon fast doppelt so viele – das zeigen Umfragen im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus den vergangenen zwei Jahren. Zur Gruppe des Mittelstands zählen demnach Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern, die jährlich einen Umsatz zwischen 10 und 50 Millionen Euro erwirtschaften.

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Aber auch bei den kleinen Unternehmen – mit 10 bis 49 Mitarbeiter sowie einem Jahresumsatz von 2 bis 10 Millionen – hat sich laut dem GDV einiges getan: Im Jahr 2020 gaben 35 Prozent von ihnen an, bereits eine Cyberpolice abgeschlossen zu haben oder einen Abschluss zu planen – das sind fast 20 Prozentpunkte mehr als noch 2018 als dieser Anteil bei 17 Prozent lag.

Einzig die Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis zu 2 Millionen Euro scheinen die Relevanz von Cyberpolicen anders zu beurteilen. Seit 2018 hat sich hier nach Verbandsangaben nichts getan – nach wie vor halten vier von fünf Befragten eine entsprechende Absicherung nicht für interessant oder haben sich gar bewusst gegen einen Abschluss entschieden.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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