Vergütung der Ärzte

NRW-Minister spricht sich gegen Honorarangleichung aus

Die Honorare der Ärzte für Privatpatienten und gesetzlich Versicherte anzugleichen, löst nicht das Problem des Ärztemangels in ländlichen Gebieten. Das meint der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister, Karl-Josef Laumann. Er macht einen anderen Vorschlag, um dieses Problem zu lösen.
© dpa/picture alliance
Ein Stethoskop liegt in einer Arzt-Praxis in Hannover auf einem Rezept. Die Honorare für Privat- und Kassenpatienten anzugleichen, wird das Problem des Ärztemangels in ländlichen Regionen nicht lösen, meint Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in NRW.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen, spricht sich in einem Interview in der Online-Ausgabe der Rheinischen Post gegen eine Angleichung der Arzthonorare für privat und gesetzliche Versicherte aus.

Sein Eindruck sei nicht, dass die Ärzte zu wenig verdienten. Zudem wäre es schwierig, die Honorare anzugleichen. Die Vergütung für die Behandlung von Privatpatienten zu verringern, würde keinen Patienten davon abhalten, für bestimmte Leistungen selbst zu zahlen.

In dem Gespräch mit Auszubildenden der AOK Rheinland/Hamburg, macht er auch klar, dass sich durch gleich hohe Honorare nicht mehr Ärzte auf dem Land ansiedeln würden. Der Grund für einen Ärztemangel in ländlichen Regionen liege eher in der aktuellen Arztausbildung. Fachärzte für Allgemeinmedizin seien vernachlässigt worden. Hier will der NRW-Minister die Ausbildung in seinem Land in andere Bahnen lenken und auch finanzielle Anreize schaffen.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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