Der rechnerische durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnte 2018 von 1,1 auf 1,0 Prozent sinken. So sagen es Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesversicherungsamte im GKV-Schätzerkreis voraus.
Der GKV-Spitzenverband befürwortet das nicht. Seine Vertreter im Schätzerkreis wollen, dass der Zusatzbeitrag bei seinen aktuellen 1,1 Prozent gehalten wird.
Eine Begründung dafür hat Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands:
„Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einem guten Prozess der finanziellen Stabilisierung. Trotzdem liegen die Rücklagen der Krankenkassen insgesamt unter einer Monatsausgabe. Darüber hinaus sind sie bei den Krankenkassen ungleich verteilt.“
Es sei deshalb richtig, „den Stabilisierungsprozess der vergangenen Jahre fortzusetzen, statt den rechnerischen durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz zu senken.“
Zudem sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass strukturelle Reformen auf die GKV zukommen. Die bisher guten Zahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, „dass den Rekordeinnahmen auch so hohe Ausgaben wie noch nie gegenüberstehen“, so Pfeiffer.
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