„Monitor Patientenberatung 2017“

Beratungsbedarf vor allem zu Patientenrechten steigt

Das Gesundheitswesen scheint für immer mehr Patienten unverständlich zu sein. Die Zahl der Beratungsgespräche bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland ist im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.
© dpa/picture alliance
Der Monitor Patientenberatung 2017 zeigt, dass sowohl Krankenkassen als auch Ärzte und Krankenhäuser mehr mit Patienten kommunizieren müssen.

Krankengeld, Behandlungsfehler und Rechte gegenüber den Krankenkassen, das waren im vergangenen Jahr die Schwerpunktthemen, mit denen sich Patienten an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wandten. Ähnliche Themen wie im Jahr zuvor, allerdings waren es 2017 deutlich mehr Menschen als 2016, die eine Beratung in Anspruch genommen haben. So gab es im vergangenen Jahr 154.931 Beratungen, im Jahr zuvor waren es 93.827.

Diese Zahlen gehen aus dem Bericht „Monitor Patientenberatung 2017“ hervor, der am Dienstag vom Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Ralf Brauksiepe, und Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der UPD vorgestellt wurde.

Kommunikation in Richtung Patient verbessern
Das Thema Krankengeld sei seit Jahren sehr weit oben auf der Beratungsliste. Hier appellierten Krumwieder und Brauksiepe laut Ärzteblatt an die Krankenkassen, die Regeln einzuhalten und Patienten besser über ihre Rechte zu informieren. Ärzte sollen bei den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen darauf achten, dass keine Lücken entstehen.

Grundsätzlich sei das Thema Kommunikation in Richtung Patient ein Mangel sowohl von Krankenkassen, Ärzten als auch Krankenhäusern. Auf Seiten der Patienten macht der UPD-Geschäftsführer Krumwiede fehlende oder unvollständige Gesundheitskompetenz aus. Es fehle an gesundheitsrechtlichem Wissen ebenso, wie daran, medizinische Sachverhalte richtig einzuordnen und auf die persönliche Lebenssituation zu übertragen.

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