Ministerium erwägt Streichung

Lauterbach zieht Homöopathie als Kassenleistung in Zweifel

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will prüfen lassen, ob gesetzliche Krankenkassen weiterhin die Kosten für homöopathische Behandlungen übernehmen sollen. Die Homöopathie habe „in einer wissenschaftsbasierten Gesundheitspolitik keinen Platz“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“.
Coronavirus - Schutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen
© picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich erneut kritisch über die Finanzierung homöopathischer Behandlungen durch gesetzliche Krankenkassen geäußert – und möchte nun prüfen lassen, entsprechende Leistungen aus dem Leistungskatalog zu streichen.  

„Obwohl die Homöopathie vom Ausgabenvolumen nicht bedeutsam ist, hat sie in einer wissenschaftsbasierten Gesundheitspolitik keinen Platz“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. „Deshalb werden wir prüfen, ob die Homöopathie als Satzungsleistung gestrichen werden kann.“

Mehr zum Thema

Mehrheit ist gegen Homöopathie als Kassenleistung

Hier geht es zum Beitrag.

Krankenkassen sollen für Homöopathie nicht mehr zahlen dürfen

In Frankreich hat die Oberste Gesundheitsbehörde eine ausreichende Wirkung homöopathischer Mittel verneint. Eine Erstattung solcher…

Jeder Vierte wünscht sich Leistungen für Homöopathie

Durchschnittlich 24 Prozent der Check24-Kunden wählten im GKV-Vergleichsrechner den Filter „Kostenübernahme für Homöopathie“ aus, berichtet…

Homöopathische Behandlungen werden von einigen Krankenkassen über sogenannte Satzungsleistungen angeboten. Diese bieten sie über ihre gesetzlichen Regelleistungen hinaus an, um Kunden anzuwerben. Wissenschaftler kritisieren, dass Kassen Leistungen für homöopathische Arzneimittel erstatten dürfen, obwohl es keine Belege für deren Wirksamkeit gibt – vom Placebo-Effekt einmal abgesehen.

Bereits 2019 hatte Lauterbach dieses Fördersystem wiederholt scharf kritisiert und gefordert es zu verbieten. Als Gesundheitsminister hatte sich Lauterbach bislang bei diesem Thema zurückgehalten.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia