Die Liste der möglichen Betrugsfälle, denen die AOK Hessen nachgegangen ist, ist in den vergangenen zwei Jahren länger geworden: Ganz oben stehen nicht erbrachte Leistungen, Rezeptfälschungen und Doppelabrechnungen, wie die Krankenkasse am Montag auf Basis ihres Zweijahresberichtes mitteilte.
Beispiel: Allein 65-mal wurde ein teures Wachstumshormon-Präparat an Sportler verschrieben, das eigentlich für Kinder gedacht ist. Immerhin war das neunköpfige Ermittlerteam vielerorts erfolgreich, unrechtmäßig gezahlte Gelder zurückzufordern: Insgesamt konnte die Krankenkasse nach eigenen Angaben fast 3,3 Millionen Euro als gesicherte Forderung realisieren.
Von den insgesamt 840 Hinweisen wurden 448 als Verdachtsfälle bearbeitet, wovon allerdings nur 117 bei der Staatsanwaltschaft landeten. Der Rest der Hinweise erwies sich laut AOK Hessen entweder als unbegründet oder muss erst noch bearbeitet werden.
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