Umfrage

Jeder zweite Deutsche geht nicht zur zahnärztlichen Prophylaxe

Laut einer aktuellen Umfrage des Insurtechs Clark hält rund die Hälfte der Deutschen die zahnärztliche Prophylaxe nicht für notwendig. Ein weiteres Drittel schätzt zudem das Risiko, selbst einmal Karies zu bekommen, als gering ein – und das, obwohl im Schnitt bei jedem deutschen Erwachsenen elf Zähne betroffen sind.
© picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
Eine Untersuchung beim Zahnarzt: Viele Deutsche unterschätzen das Risiko, einmal Zahnprobleme zu bekommen.

Der regelmäßige Gang zur zahnärztlichen Prophylaxe gehört nur für rund die Hälfte der Deutschen zur individuellen Gesundheitsvorsorge. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Insurtechs Clark. Gleichzeitig unterschätzen sie das Risiko, an den häufigsten Zahnleiden zu erkranken: So halten 34 Prozent der Befragten einen Kariesbefall für unwahrscheinlich.

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Ebenso scheinen eine Wurzelbehandlung (42 Prozent), die Notwendigkeit eines neuen Gebisses (52 Prozent) sowie eine Zahnreparatur nach einem Unfall (45 Prozent) für die Befragten eher abwegig. Weitere 74 Prozent glauben zudem, in ihrem Leben niemals eine Zahnspange oder -korrektur zu brauchen.

Laut den Clark-Experten liegen die Deutschen mit diesen Einschätzungen allerdings weit daneben: „Bei Erwachsenen sind durchschnittlich etwa elf Zähne von Karies befallen, haben eine Füllung, sind überkront oder fehlen“, heißt es in der Studie.

Immerhin: 46 Prozent der Umfrageteilnehmer würden für einen gesünderen Mund den Zigaretten abschwören, dicht gefolgt von Softdrinks (33 Prozent), Zucker (33 Prozent), Rotwein (31 Prozent) und Smoothies (31 Prozent). Kaffee und Tee würden lediglich 14 Prozent der Befragten aufgeben, bei Pasta sind es gerade einmal 4 Prozent. Jeder fünfte Befragte würde indes auf keines seiner liebsten Genussmittel verzichten wollen.

Regelmäßiges Putzen nicht immer selbstverständlich

Weiterhin gaben allerdings nur 79 Prozent der Befragten an, regelmäßig ihre Zähne zu putzen – auch dieses Studienergebnis ist den Autoren ein Dorn im Auge: „Eine gute Mundhygiene ist das A&O in der Vorbeugung von kostspieligen Dentalbehandlungen.“ Denn ein schönes Lächeln sei viel Wert: Die meisten Menschen können nicht sicher sein, in jeder Lebensphase und zu jeder Zeit Geld für solche Sonderausgaben zu haben.“

Allein ein einziges Implantat könne schnell mehr als 2.000 Euro kosten, so die Experten. Aus diesem Grund könne sich eine Zahnzusatzversicherung lohnen – bisher besitzt laut Umfrage jedoch nur ein Viertel (25 Prozent) der Deutschen eine solche Police.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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