Krankenversicherung

Lauterbach: Höhere GKV-Beitragsanpassung durch „Reform verhindert“

Laut neuer Prognose des GKV-Schätzerkreises wird der Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr um 0,1 Prozentpunkte steigen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stuft das dank „unserer Reform“ als „minimal“ ein, betont aber, dass „mehr Steuergeld“ ins System fließen müsse.
© picture alliance / EPA | HANNIBAL HANSCHKE
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD, rechts) im Gespräch mit Finanzminister Christian Lindner (FDP).

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält den erneuten Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für vertretbar. Nach den Prognosen des GKV-Schätzerkreises wird es 2024 um 0,1 Prozentpunkte nach oben gehen. „Das ist ein minimaler Beitragssatzanstieg”, so Lauterbach gegenüber den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

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Weiter sagte er den Medien: „Für jemanden, der 5.000 Euro brutto im Monat verdient, sind das 2,50 Euro mehr beim Arbeitnehmeranteil. Das ist aus meiner Sicht kein relevanter Beitragssatzanstieg. Den haben wir durch unsere Reform verhindert.”

Das „Aber“ schob Lauterbach gleich hinterher. Denn um das System langfristig zu stabilisieren, müsste Steuergeld hinein fließen. „Wir müssen langfristig den Steueranteil erhöhen, um Anstiege – sei es bei Kassen- oder Zusatzbeiträgen – zu verhindern“, so der SPD-Politiker. In dieser Legislaturperiode werde das angesichts der knappen wirtschaftlichen Spielräume schwierig, „aber darum kommen wir nicht herum”, so Lauterbach.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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