Krankenversicherung

10 Tipps, um die Beitragslast der PKV im Rentenalter zu senken

Steigende Beiträge der privaten Krankenversicherung (PKV) im Rentenalter treiben viele Versicherte um. Dieter Homburg, Finanzprofi und Autor des Buches „Altersvorsorge für Dummies“, warnt jedoch davor, blind auf Zusatztarife zu setzen, die vor den hohen Beitragskosten im Rentenalter schützen sollen. Warum, erfahren Sie in seinem Gastbeitrag.
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Dieter Homburg ist Finanzprofi und Autor des Buches „Altersvorsorge für Dummies“.

Viele der rund 8,8 Millionen privat Versicherten in Deutschland sorgen sich um die Beiträge der privaten Krankenversicherung (PKV) im Rentenalter. Angesichts stetig steigender Prämien suchen sie nach Möglichkeiten, um ihre finanzielle Last im Alter zu reduzieren.

Ich warne aber davor, blind auf Zusatztarife zu setzen, die vor den hohen Beitragskosten im Rentenalter schützen sollen. Stattdessen gibt es effektivere Möglichkeiten, um die Beitragslast im Alter zu senken. Welche Optionen Versicherte haben verrate ich Ihnen in meinem Gastbeitrag, ebenso wie zehn Tipps, wie sie ihre Beitragslast senken können.

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Tipp 1: Beitragsstabile Anbieter auswählen

Es ist wichtig, einen PKV-Anbieter auszuwählen, der in der Vergangenheit stabil geblieben ist und einen guten Ruf hat. Langfristig kalkulierte Beiträge sind ebenfalls ein wichtiger Faktor, um unangenehme Überraschungen im Alter zu vermeiden.

Tipp 2: Konsequentes Sparen der Ersparnisse aus dem Wechsel zur PKV

Der Wechsel von der GKV in die PKV kann kurzfristig Geld sparen. Um jedoch im Alter finanziell abgesichert zu sein und die höheren PKV-Beiträge bezahlen zu können, sollten Versicherte konsequent ihre Ersparnisse zurücklegen.

Tipp 3: Vorsicht bei Beitragsentlastungstarifen

Beitragsentlastungstarife haben das Ziel, im Alter niedrigere Beiträge zu ermöglichen. Allerdings sollte man beachten, dass diese Verträge nur sehr geringe Zinssätze bieten und dass man den dafür erforderlichen monatlichen Beitrag lebenslang weiterzahlen muss.

Deshalb empfiehlt es sich, solche Ergänzungsangebote nur in Erwägung zu ziehen, wenn man als Angestellter die Hälfte des Beitrags zur privaten Krankenversicherung vom Arbeitgeber gesponsert bekommt.

Tipp 4: Steuerliche Optimierung der Krankenversicherung

Durch die Wahl einer höheren Selbstbeteiligung oder eines alternativen Tarifs können PKV-Versicherte ihre Beiträge senken und gleichzeitig Steuervorteile nutzen. Eine bewusste Entscheidung für eine PKV kann im Laufe der Jahre eine erhebliche Ersparnis bringen und zu einer besseren finanziellen Absicherung im Alter beitragen.

Tipp 5: Bedachte Wahl des Krankentagegeldes

Eine bewusste Entscheidung für eine PKV sollte auch die Wahl des Krankentagegeldes beinhalten. Es ist wichtig, ein ausreichend hohes Krankentagegeld zu vereinbaren, um im Falle einer längeren Krankheit einen angemessenen Einkommensausgleich zu gewährleisten. Zudem sollte man darauf achten, dass das Krankentagegeld steuerfrei ist, um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen.

Tipp 6: Überprüfung des Kleingedruckten auf teure Leistungslücken

Das Kleingedruckte der PKV sollte sorgfältig gelesen und auf teure Leistungslücken geprüft werden. In einigen Fällen kann eine Zusatzversicherung helfen, Lücken zu schließen, die nicht von der PKV abgedeckt werden. Eine bewusste Entscheidung für eine PKV sollte auch eine Überprüfung der Leistungen und Bedingungen beinhalten, um eine bestmögliche Absicherung zu gewährleisten.

Tipp 7: Berufsunfähigkeitsversicherung

Obwohl die private Krankenversicherung alles medizinisch Mögliche unternimmt, um den Patienten wieder gesund zu machen, kann eine längere Krankheit zu finanziellen Problemen führen. Denn das Krankentagegeld wird nur gezahlt, solange man offiziell krankgeschrieben ist. Sobald absehbar ist, dass man für längere Zeit ausfällt, wird die Zahlung des Krankengelds eingestellt und man wird an den Rentenversicherungsträger verwiesen. Deshalb ist es wichtig, einen ausreichend hohen Berufsunfähigkeitsvertrag abzuschließen, um finanziell abgesichert zu sein.

Tipp 8: Vorteil der freien Arztwahl nutzen

Um von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung zu profitieren, sollten Versicherte die freie Arztwahl nutzen. Auf diese Weise können sie stets die besten Ärzte konsultieren. Dabei können spezielle Ärztefinderservices helfen, den geeigneten Arzt zu finden.

Tipp 9: Ersparnisse bei Kindern – so nutzt man das Sparpotenzial

Kinder müssen nicht zwingend bei dem Versicherer ihrer Eltern versichert sein. Dies bietet die Möglichkeit, gezielt einen exzellenten Anbieter für Kinderversicherungen zu finden. Spitzenreiter in diesem Bereich verlangen lediglich 80 bis 125 Euro pro Kind und Monat, während schwächere Anbieter bis zu 300 Euro kosten können. Ein detaillierter Vergleich ist somit von großer Bedeutung.

Tipp 10: Sorgfältige Beantwortung der Gesundheitsfragen

Um mögliche Fehler bei der Antragsstellung für die PKV zu vermeiden, sollten die Gesundheitsfragen sorgfältig selbst ausgefüllt werden. Auch der Krankheitsauszug bei der Vorversicherung sollte besorgt werden, um sicherzustellen, dass keine Vorerkrankungen vergessen werden.

Über den Autor

Dieter Homburg ist der Inhaber des Fachzentrums Finanzen und Bestsellerautor des Buches „Altersvorsorge für Dummies“. Er schreibt für den Focus und war schon mehrfach bei RTL zu sehen. Seit über 25 Jahre vergleicht er die Beitragsverläufe von Privaten Krankenversicherungen und hat bereits über 5.000 Unternehmern, Freiberuflern und leitenden Angestellten dabei geholfen, über 100.000 Euro bei ihrer eigenen Altersvorsorge und Krankenversicherung einzusparen. Weitere Informationen gibt es hier.

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