Im Branchenschnitt

Beiträge in der PKV steigen 2019 um rund 1,9 Prozent

Im kommenden Jahr werden die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Schnitt um 1,9 Prozent steigen. Davon geht der PKV-Verband aus. Für einzelne Kunden könnten die Beitragssteigerungen aber deutlich höher ausfallen, warnt SPD-Politiker Karl Lauterbach.
© WIP
Die Beiträge in der GKV legen laut Berechnungen des WIP schneller zu als die in der PKV.

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV) werden 2019 im Schnitt um 1,9 Prozent höher ausfallen. Das geht aus einer Hochrechnung des PKV-Verbands hervor. Laut einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP), in der auch das bevorstehenden Plus bereits einbezogen ist, sind die Beitragsanpassungen in der PKV von 2009 bis 2019 damit geringer ausgefallen als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Von 2009 bis 2019 erhöhten sich die Beitragseinnahmen pro Versicherten in der PKV laut WIP um 32 Prozent und in der GKV um 38 Prozent. Das entspreche im Schnitt einem Anstieg pro Jahr um 2,8 Prozent in der PKV und 3,3 Prozent in der GKV. Grund für den Anstieg der Beiträge in beiden Systemen sei die steigende Ausgabenentwicklung. Auch hier weise die GKV höhere Zuwächse auf. Im Schnitt seien die Ausgaben in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr um 3,5 Prozent in der GKV und um 3,1 Prozent in der PKV gewachsen.

Während ein Plus von 1,9 Prozent im Branchenschnitt recht moderat klingt, können die Steigerungen für den einzelnen Privatversicherten trotzdem sehr hoch sein, so SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegenüber der „Welt“ (kostenpflichtig). Die Prämien legten in vielen Fällen zweistellig zu, so der Politiker. „Das wird in wenigen Jahren zu einer Verdopplung der Höhe der Prämie führen.“

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