GKV

Ärztepräsident gegen freie Facharztwahl

Wer als gesetzlich Versicherter ohne Überweisung zum Facharzt gehen will, soll künftig höhere Beiträge bezahlen. Das hat Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, gefordert. Jeder Versicherte solle immer zuerst seinen Hausarzt aufsuchen, der dann bei Bedarf zum Facharzt überweist, machte sich Reinhardt für das sogenannte Hausarztmodell stark.
© Bundesärztekammer
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer

„Wer die völlige Wahlfreiheit haben möchte, also auch ohne Überweisung zum Facharzt gehen will, sollte höhere Beiträge bezahlen“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Denn diese Versicherten nähmen das solidarische System deutlich stärker in Anspruch als Patienten, die einen Hausarzt als primären Ansprechpartner hätten, warb Reinhardt für das sogenannte Hausarztmodell.

Im Vergleich zu anderen EU-Staaten gäbe es nur in Deutschland die Möglichkeit für Versicherte, „ohne ärztlich verantwortete Steuerung nahezu alle erdenklichen medizinischen Leistungen zu nutzen, ohne längere Wartezeiten“. Man könne sich „diese ungesteuerte Inanspruchnahme von Ressourcen“ nicht länger leisten, sagte der Ärztepräsident.

Demnach werde heute insbesondere in der fachärztlichen Versorgung „viel kostbare Behandlungszeit verschwendet“. Der Hausarzt könne dagegen zusammen mit dem Patienten „einen sinnvollen Behandlungspfad“ aufstellen, so Reinhardt.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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