Gesundheitsminister Spahn macht Druck

Wartezeiten bei Psychotherapien sollen verkürzt werden

Patienten warten im Schnitt fünf Monate auf den Beginn einer Psychotherapie – viel zu lang, findet Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In einem Zeitungsinterview fordert er den Gemeinsamen Bundesausschuss zu raschen Reformen bei der Bedarfsplanung auf.
© dpa/picture alliance
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nimmt am 10. April auf Schloss Meseberg in Brandenburg an der Klausurtagung des Bundeskabinetts teil. Spahn setzt sich für eine bessere Versorgung für gesetzlich Versicherte in der Psychotherapie ein.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt sich für eine bessere Versorgung für gesetzlich Versicherte ein, die eine Psychotherapie benötigen. Der Bedarf solle künftig besser abgebildet und eine flächendeckende, wohnortnahe Versorgung erreicht werden, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Ich erwarte, dass der G-BA hier jetzt zügig voran kommt“, so Spahn weiter. Gemeint ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Er ist das oberste Beschlussgremium der Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und Krankenkassen. „Wir haben den G-BA damit beauftragt, bei der Bedarfsplanung notwendige Anpassungen für eine bedarfsgerechte Versorgung im Sinne der betroffenen Patientinnen und Patienten zu treffen“, wird der Minister zitiert. Wenn es bei den Terminvergaben und den Wartezeiten – auch in der Psychotherapie – hake, so Spahn, müsse man das rasch ändern.

Bis zum Beginn der Therapie vergehen im Schnitt fünf Monate

Laut Bundespsychotherapeutenkammer müssen Patienten im Schnitt fünf Monate auf den Beginn einer Therapie warten. Es sei zumindest ein erster Schritt, dass die gesetzlichen Regelungen für die Terminvergabe durch Terminservicestellen seit April 2017 auch für die Vermittlung von Therapie-Terminen gelten, so Spahn.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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