Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet von den gesetzlichen Krankenversicherern (GKV) eine Senkung der Beiträge. Durchschnittlich seien 0,3 Prozentpunkte möglich, so Spahn gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„Geld horten ist nicht Aufgabe der Krankenkassen“, wird Spahn zitiert, „der Spielraum ist bei sehr vielen Krankenkassen vorhanden, um die Beiträge zu senken. Die Versicherten haben einen Anspruch darauf. Es ist ihr Geld.“
Die Kassen hatten 2017 einen Überschuss von 3,15 Milliarden Euro erzielt. Unterm Strich verfügt die GKV über ein Finanzpolster von derzeit mehr als 28 Milliarden Euro.
Der Beitragssatz beträgt momentan 14,6 Prozent des Bruttogehaltes. Jeweils die Hälfte übernehmen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag, der je nach Krankenkasse zwischen null und 1,7 Prozent variiert und allein vom Arbeitnehmer getragen wird. Das möchte Spahn ab 2019 ebenfalls wieder ändern und damit für zusätzliche Entlastung der Arbeitnehmer sorgen.
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