Frustrierende Prognose

Pflege-Beitrag könnte auf 5,5 Prozent steigen

Eine aktuelle Studie hat sich mit den Finanzproblemen der umlagefinanzierten Pflegeversicherung befasst und festgestellt: Die Versorgungslücke wird stetig größer. Was die Geldnöte der Pflegeversicherung mit sich bringen könnten.

Der Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung könnte bis zum Jahr 2060 auf 5,5 Prozent wachsen – Tendenz steigend, so das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Aktuell liegt er bei 2,35 Prozent, je zur Hälfte für Arbeitnehmer und –geber. Als besonders ungerecht beschreiben die Studienautoren zudem die Verteilung der Lasten. Demnach werden den Beitragsanstieg vor allem die jüngeren Jahrgänge schultern müssen, obwohl ihre eigene Vorsorge längst nicht sichergestellt sei.

Was die Pflegeversicherung braucht, ist eindeutig Geld, so die Studie weiter. Der 2015 eingeführte Pflegevorsorgefonds sei deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reiche dieses Geld weder aus, noch sei es vor einer Zweckentfremdung durch die Politik geschützt.

Die Studie „Pflege: Notwendigkeit der Kapitaldeckung bleibt – Eine Analyse der neusten Entwicklung“ basiert auf den Versichertenzahlen und der Einkommensverteilung. Sie finden die Studie hier.

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