Im Rahmen ihres aktuellen Map-Reports stellte die Rating-Agentur Franke und Bornberg fest: Noch nie zuvor in der Geschichte des Reports stiegen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) so stark wie zuletzt.
Das deutete sich zwar schon an, aber der Report bestätigt es deutlich. In der Beispielrechnung für Angestellte stieg der Beitrag im Schnitt um 10,6 Prozent – nach 4,8 Prozent im Vorjahr der kräftigste Anstieg im gesamten 25-Jahres-Vergleich. Die Spanne: Zwei Versicherer ließen die Preise unverändert, andere erhöhten um bis zu 20 Prozent.
Bei Beamten kletterten die Beiträge durchschnittlich um 7,8 Prozent (Vorjahr: 5,9 Prozent), mit einer Bandbreite von 2,0 bis 31,2 Prozent.
Ein anderes Bild zeigt die stationäre Zusatzversicherung: Über 25 Jahre stiegen die Beiträge im Schnitt nur um 0,01 Prozent. Zum Jahresauftakt 2025 sanken sie sogar um durchschnittlich 1,8 Prozent.
Gleichwohl sieht Franke und Bornberg die PKV-Branche unter Druck. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Leistungsausgaben der Branche um 30 Prozent auf 39,8 Milliarden Euro. Psychische Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Allergien und Herzleiden breiten sich aus.
Hinzu kommen die Preise für Arzneimittel. „Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Arzneimittelausgaben pro Kopf. Hersteller nutzen ihre Marktmacht oft aus – Krebsmedikamente kommen zu Preisen auf den Markt, die pro Patient über Hunderttausend Euro im Jahr erreichen“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg und Herausgeber des Map-Report.

Doch wie schlugen sich die Anbieter im Rating? Ganz vorn landete erneut die LVM Krankenversicherung. Mit 90,3 Prozent erhält sie die Bestnote mmm+. Um die zu kriegen, braucht man mindestens 85,0 Prozent.
Auf dem zweiten Rang landet die Signal Iduna mit 88,2 Prozent. Es folgt die Debeka auf Rang 3 mit der Note mmm. Die weiteren Plätze gehen an Allianz (82,5 Prozent), Alte Oldenburger (81,4 Prozent), R+V (81,0 Prozent), SDK (77,9 Prozent) und VGH Provinzial (75,9 Prozent).
Die Hanse-Merkur führt mit 70,2 Prozent das Feld der guten Bewertungen an, hat aber erneut ihre Möglichkeiten für eine bessere Bewertung verschenkt. Einige fehlende Daten hatten Punkte gekostet.
Für das Rating untersuchen die Analysten Anbieter privater Krankenvollversicherungen in Hinblick auf Bilanz, Service und Vertrag. Elf Gesellschaften mit rund 42,0 Prozent Marktanteil lieferten die erforderlichen Daten, bei 19 Unternehmen greifen sie auf öffentlich zugängliche Quellen zurück.
Das Bewertungsgerüst umfasst zwölf Bilanzkennzahlen, fünf Servicequoten sowie Analysen des Gesundheitsmanagements, der Transparenz und der Beitragsentwicklung. Die Services wurden in diesem Jahr höher gewichtet: Das Gesundheitsmanagement erreicht mit bis zu 200 Punkten nun 18,2 Prozent der Gesamtpunktzahl und damit doppelt so viel wie bisher.
Interessenten können sich über den Map-Report unter diesem Link informieren und ihn auch gleich dort kostenpflichtig bestellen.
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