Eingeständnis einer Niederlage

„Terminservicestellen sind ein Flop“

Zu Beginn des Jahres war die Initiative gestartet, Patienten über eine Terminservicestelle besser und schneller weiterzuvermitteln. Das sei gescheitert, räumt der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) ein.
© dpa/picture alliance
Der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach (SPD) spricht im Bundestag in Berlin.

In der ARD-Talkshow „Hart, aber fair“, stand dieses Mal Gesundheitspolitik auf dem Programm. Dort gestand SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ein, dass die Terminservicestellen ein Misserfolg seien. „Das war ein Flop“, sagte Lauterbach laut einem Bericht der Ärzte-Zeitung.

Bislang sind nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, rund 63.000 Termine von den Kassenärztlichen Vereinigungen vermittelt worden. Eine Million Termine würden vorgehalten. Noch sei kein einziger Patient an ein Krankenhaus verwiesen worden.

Am 25. Januar dieses Jahres starteten die Kassenärztlichen Vereinigungen regional mit den sogenannten Terminservicestellen. Sie sollten Patienten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt vermitteln. Dies hatte die Bundesregierung mit dem Versorgungsstärkungsgesetz so festgelegt.

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