Die Chefin des Verbands des gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, gibt Entwarnung. Die Versorgung von Flüchtlingen belasteten die Krankenkassen hierzulande nicht.
Die aus Syrie geflohene Marwad Khaled (rechts) freut sich über ihr Sprach-Zertifikat: Es bescheingt ihr, dass sie nun die Grundlagen der deutschen Sprache beherrscht.
„Ich weigere mich, die Botschaft auszugeben, die Flüchtlinge belasteten die Krankenversicherung“, so die Chefin des GKV-Spitzenverbands Doris Pfeiffer gegenüber der Ärzte-Zeitung. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Versorgung dieser Menschen und den steigenden Zusatzbeiträgen in der GKV. Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen koste nicht mehr als die von Einheimischen.
Vielmehr seien höhere Gesundheitskosten für die Zusatzbeiträge verantwortlich. Ein weiteres Problem: Die Beiträge vom Bund für Hartz-IV-Bezieher seien zu niedrig. Dies hätte zu einer Deckungslücke in Höhe von 2,3 Milliarden Euro geführt. Die Kassen erhielten für jeden Hartz-IV-Bezieher 90 Euro, der Bedarf liege aber bei rund 136 Euro im Monat.
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