Bericht

Armutsrisiko bei psychischen Krankheiten erhöht

In Deutschland ist die Armutsquote auf einen Höchststand von 15,7 Prozent geklettert. So das Ergebnis des diesjährigen Armutsberichts. Und es zeigt sich: Menschen mit psychischen Krankheiten sind besonders häufig bedroht.
© dpa/picture alliance
Eine Frau sitzt allein in einem Treppenhaus: Laut einem aktuellen Bericht sind Menschen mit psychischen Krankheiten besonders von Armut bedroht.

Laut dem diesjährigen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat die Armutsquote in Deutschland einen Höchststand erreicht: auf 15,7 Prozent ist sie gestiegen. Das ist ein Plus von 49 Prozent gegenüber 2005. Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist, dass auch mangelnde Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als Armut anzusehen ist. Und vor allem psychisch Kranke befinden sich hier im Risiko, berichtet die Ärzte Zeitung.

Zu dieser Form von Armut gehört nicht nur fehlendes Geld, das oft durch eine Arbeitsunfähig verursacht wird, sondern auch Ausgrenzung. „Mit einer psychischen Erkrankung geht oft eine Erosion von sozialen Netzwerken einher; eine Abwärtsspirale in die Armut setzt ein“, so die Autoren Sabine Bösing und Josef Schädle

Laut Bericht haben 50 Prozent der psychisch Kranken mit schweren Verläufen keine Arbeit, nur 10 Prozent haben einen regulären Arbeitsplatz. Den Grund für die niedrige Beschäftigungsquote sehen die Studienautoren in dem „zu starren und intransparenten System von Reha- und Integrationsmaßnahmen“. Hier würden keine individuell gestalteten Übergänge stattfinden. Und auch gerade Personen, die früh an Depressionen & Co. erkranken, hätten später Probleme, erwerbstätig zu sein und zu bleiben, so die Autoren.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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