Die Versicherer Barmenia und Gothaer haben in ihrem Fusionsplan die nächste Hürde genommen. Die Finanzaufsicht Bafin hat das Vorhaben für in Ordnung befunden und genehmigt. Das melden die Unternehmen, die dann als Barmenia-Gothaer auftreten wollen. Vor etwa einem Monat hatten die Unternehmenschefs Andreas Eurich (Barmenia) und Oliver Schoeller (Gothaer) die Verträge unterschrieben.
Nun wolle man in den kommenden Tagen den nächsten Schritt gehen und die neuen Verhältnisse beim Handelsregister anmelden. Den entsprechenden Eintrag erwarten die Beteiligten für Anfang September, also in den kommenden Tagen. Damit wäre der Zusammenschluss rechtlich vollzogen – nicht einmal ein Jahr, nachdem die Unternehmen den Plan bekannt gegeben hatten.
Man überträgt dann also das komplette operative Geschäft, also auch den Bestand der Barmenia Lebensversicherung, auf die Gothaer Lebensversicherung. Direkt danach verschmilzt die Barmenia Leben auf die Barmenia Versicherungen. Die versicherten Kunden werde man darüber im September informieren, heißt es.
Weiter geht es dann damit, dass man die Gothaer Kranken auf die Barmenia Kranken verschmilzt. Das könne aber bis zu drei Jahre dauern, lassen die Unternehmen verlauten. Für die Kunden soll sich aber weder am Versicherungsschutz noch an den Prämien etwas ändern.
Den künftigen Markenauftritt will man in einer ersten gemeinsamen Veranstaltung mit allen Mitarbeitern und Partnern aus den Exklusivvertrieben am 8. Oktober 2024 vorstellen.
Die künftige Doppelspitze aus Eurich und Schoeller zeigt sich mit dem bisherigen Ablauf zufrieden. „Hinter uns liegen sehr intensive Monate. Unser Dank gilt daher den vielen Menschen, die an diesem großen Projekt mit ungeheurem Einsatz mitgewirkt und den Zusammenschluss erst möglich gemacht haben. Und auch denen, die unbeirrt weiter am Service für unsere Kundinnen und Kunden gearbeitet haben“, sagt Eurich.
Und er nennt die künftigen Zahlen des Gesamtkonzerns: „Mit der Barmenia-Gothaer entsteht ein neuer Top-10-Versicherer mit einem Prämienvolumen von rund 8 Milliarden Euro, rund 7.500 Mitarbeitenden und 50 Milliarden Euro Kapitalanlagen.“
Die Satzung der künftigen gemeinsamen Finanz-Holding mit Namen Barmenia.Gothaer Finanzholding, regelt die Verhältnisse. Alle wichtigen Entscheidungen werde man einstimmig treffen. Die Gothaer Versicherungsbank hält 64 Prozent der Anteile, die Barmenia Versicherungen 36 Prozent. In einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärte Schoeller die ungleichen Anteile als „das Ergebnis der wirtschaftlichen Bewertung der beiden Gruppen“.
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