Nach Meg-Insolvenz

Göker verkaufte Versicherungen über Strohmänner

Mindestens zwei Jahre nach der Insolvenz seines Versicherungsvertriebs Meg soll dessen Gründer Mehmet Göker weiterhin Versicherungen verkauft und damit seine Gläubiger hintergangen haben. Das Geschäft lief über Strohmänner, so ein Insider-Bericht.
Mehmet Göker

2009 war die Party vorbei. Der Versicherungsvertrieb Meg, der seinem Gründer Mehmet Göker einst Millionengewinne einbrachte, meldete Insolvenz an. 2011 flüchtete Göker, der seinen Gläubigern mehr als 20 Millionen Euro schuldete, in die Türkei. Dort soll er allerdings mindestens zwei Jahre lang weiterhin private Krankenversicherungen verkauft haben.

Das Geschäft lief über zwei Strohmänner, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Insider-Informationen. Diese reichten die Geschäfte für Göker bei der Versicherung ein. Die Provision teilten sie sich. Nur die Gläubiger bekamen von dem Gewinn nichts ab. Um die Versicherungen zu verkaufen, soll Göker zudem Telefonlisten von Meg genutzt haben.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Kassel von Gökers Aktivitäten Wind bekam, nahm sie die beiden Strohmänner fest, so das Handelsblatt weiter. An Göker selbst, der sich in der Türkei aufhält, kommt die Behörde allerdings nicht heran.

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