Mit Maklerpool Charta auf der Elbe

„Ein Roboter, der Essen bringen kann, kostet 80.000 Euro“

Der Maklerverbund Charta hat Makler und Versicherer zu einem Trip über die Elbe eingeladen. Wir waren dabei und zeigen, um welche Themen es ging, und warum ein Düsseldorfer Verbund nach Hamburg auf ein Segelschiff lädt.
Elbphilharmonie in Hamburg: Der Maklerpool Charta lud zum Segeltörn auf die Elbe
© Pfefferminzia
Elbphilharmonie in Hamburg: Der Maklerverbund Charta lud zum Segeltörn auf die Elbe

Zum Glück schwankt die „Mare Frisium“ nicht allzu stark. Bei größerer Schaukelei hätte der Autor dieser Zeilen das eine oder andere Problem bekommen, zumindest unter Deck. Doch die offene See ist noch weit entfernt und Wind ist quasi nicht vorhanden. Der über hundert Jahre alte Dreimastmarstoppsegelschoner (das schöne Wort stammt aus  Wikipedia) schippert gemächlich von der Elbphilharmonie in Hamburg Richtung Nordsee und wieder zurück.

Es ist der 28. August 2025, und der Maklerverbund Charta hat bei ihm angebundene Makler zum Segeltörn „Sail the Future 2025“ eingeladen. Mit an Bord sind acht Versicherer, die insgesamt für vier Workshops sorgen. Die Teilnehmer rotieren, es gibt Weiterbildungszeit. Zwei Workshops laufen unter Deck, aber das Wasser ist ja ruhig.

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Das Wetter zeigt sich von seiner freundlichen Seite, die Stimmung ist prima, alles ist hervorragend organisiert. Und es fällt insbesondere auf, dass die anwesenden Versicherer weitgehend drauf verzichten, einfach ihre Produkte durchzutickern. Stattdessen sprechen die anwesenden Vertriebsspezialisten und Maklerbetreuer lieber zwanglos mit den Anwesenden. Zum Beispiel Hamit Uka von der Barmenia-Gothaer, der mit Maximilian Dietrich von der Bayerischen einen solchen Workshop gestaltet.

Maximilian Dietrich (links, die Bayerische) und Hamit Uka (Barmenia-Gothaer): Mehr Risiken nehmen (Foto: Pfefferminzia)
Maximilian Dietrich (links, die Bayerische) und Hamit Uka (Barmenia-Gothaer): Mehr Risiken nehmen (Foto: Pfefferminzia)

Natürlich müssen sie sich anhören, wo es gerade hakt (Makler sind da manchmal schmerzhaft direkt). Aber sie signalisieren auch, dass beide Unternehmen derzeit gern gewerbliche Risiken aufnehmen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten eben. Beide sind einfach präsent und unterhalten sich über Praxisbelange und die aktuelle Lage und beantworten Fragen. Und ja, am Ende lassen sie auch ein paar Namen von Produkten fallen. Immerhin.

Für einen Workshop mit dem Thema Rechtsschutz haben sich sogar drei Versicherer zusammengetan: Itzehoer, Concordia und DMB Rechtsschutz. Und auch hier kein plumpes „Das Produkt ist toll, kauft mehr Rechtsschutz“. Stattdessen einige Aha-Fälle aus dem Leben, in denen Rechtsschutz helfen kann, man das aber vielleicht gar nicht auf dem Zettel hat. Zum Beispiel, wenn es um die Unternehmervollmacht geht (die es in jedem Unternehmen geben sollte, weil Geschäftsführer nun mal ausfallen können), die manche Tarife komplett bezahlen.

Christian Stieg (links, Concordia) und Milan Jarosch (DMB Rechtsschutz) in ihrem Workshop (Foto: Pfefferminzia)
Christian Stieg (links, Concordia) und Milan Jarosch (DMB Rechtsschutz) in ihrem Workshop (Foto: Pfefferminzia)

Auch wenn eine Familie Patientenverfügungen und andere Vollmachten überkreuz einrichten will. Kann schon mal bis zu anderthalbtausend Euro kosten, mit der Rechtsschutz aber: nichts. Ebenso, wenn sich Makler im Internet eine ungerechtfertigte schlechte Bewertung einfangen. Auch dann hilft die Police.

Florian Bicker von der Itzehoer im Workshop zur Rechtsschutzversicherung (Foto: Pfefferminzia)
Florian Bicker von der Itzehoer im Workshop zur Rechtsschutzversicherung (Foto: Pfefferminzia)

Dass er sich mit zwei Konkurrenten dort hinstellt, begründete Milan Jarosch von der DMB Rechtsschutz übrigens so: „Das Wichtigste ist, dass die Sparte Rechtsschutz nach vorn kommt. Jeder hat andere Vorstellungen davon, was helfen könnte und was gut ist. Und auch die Makler bevorzugen das eine oder das andere. Der Markt ist groß genug, und für alle Beteiligten ist es wichtig, in die gleiche Richtung zu laufen.“

Auch Baloise und Janitos haben sich zu einem Workshop zusammengeschlossen und ihre Themen verbunden. Denn Stephan Seybold von der Janitos spricht über die Fahrradversicherung seines Hauses – und auch da wieder über die Leistungen drumherum. Abseits vom geknackten Schloss und langen Finger. Stattdessen geht es um den Platten, Pech und Pannen – und die Frage, wer Rad und Fahrer auch in der Mitte des Nichts einsammeln kann. Janitos kann, sagt Seybold.

Sprechen im Workshop über Fahrräder und Unfälle: Stephan Seybold (rechts, Janitos) und Michael Kalbfleisch (hinten links, Baloise) (Foto: Pfefferminzia)
Sprechen im Workshop über Fahrräder und Unfälle: Stephan Seybold (rechts, Janitos) und Michael Kalbfleisch (hinten links, Baloise) (Foto: Pfefferminzia)

Für die wohl größte Verblüffung unter manch Anwesendem sorgt der Umstand, dass Janitos auch den neuen Akku bezahlen will, wenn der alte verschlissen ist. Sprich: Wenn er mehr als 35 Prozent seiner Kapazität verloren hat. Warum Fahrradversicherungen auch Verschleiß übernehmen, haben wir uns übrigens auch schon gefragt. Das Ergebnis unserer Nachforschung lesen Sie hier.

Passend zum Fahrradfahren spricht Maklerbetreuer Michael Kalbfleisch von der Baloise über die Unfallversicherung. Das kann man wild finden – oder einfach nur folgerichtig. Jeder Fahrradfreund wird das bestätigen können.

Den besten Satz des Tages bringt übrigens Josephine Worf von der Swiss Life. In der ohnehin sehr entspannten Atmosphäre fragt sie ihr Publikum zu Beginn: „Darf ich euch euchzen?“ Ein sprachliches Kleinod, das den Deutsch-Freund sofort jauchzen lässt. Natürlich darf sie uns euchzen.

Abgesehen davon ist Josephine Worf etwas produktiger unterwegs (wenn die Deutsch-Freunde dieses Wort gestatten) als einige Kollegen. So geht es bei ihr um Pflegeversicherung, bAV als Vertriebsweg für Makler und den hauseigenen Eltif in der Police „Swiss Life Privado“ (was das ist, erklären wir hier). Aber alles kreativ und vor allem: anschaulich.

Josephine Worf von der Swiss Life mit Anschauungsobjekt. Links im Bild: Kollege Oliver Peltzer (Foto: Pfefferminzia)
Josephine Worf von der Swiss Life mit Anschauungsobjekt. Links im Bild: Kollege Oliver Peltzer (Foto: Pfefferminzia)

Vor allem in Hinblick auf die Pflege sind ihre Zahlen deutlich: Ein japanisches Unternehmen stellt keine Windeln für Babys mehr her, sondern nur noch für Erwachsene. Denn dieser Markt ist inzwischen der größere. In Deutschland sind 5,7 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen. Und „ein Roboter, der Essen bringen kann und ein bisschen nach was aussieht, kostet 80.000 Euro“. Erstmal haben. Schon mal über Pflegekosten nachgedacht? Jetzt schon.

In der Zwischenzeit ist es Zeit für ein Gruppenfoto mit der Zukunft der Branche. Denn Charta hat ein Ausbildungsprogramm für Jungmakler mit dem Namen „Building Business“ auf die Beine gestellt. Es soll jungen Menschen dabei helfen, im Maklereibetrieb die unternehmerischen Anforderungen hinzubekommen. Das Programm startete 2024, und auf dem Segelschiff sind sechs Teilnehmer vertreten. Hier sind sie:

Teilnehmer des Charta-Programms „Building Business“ (v.l.n.r.): Nico Ullrich (Schöpplein Assekuranzmakler), Moritz Kehmer (Kehmer Versicherungsmakler), Kay Alexander Münch (Versicherungsmakler Münch & Sohn) Marvin Panschilling (Charta), Claas-Eric Schneider (Versicherungsbüro Schneider), Jürgen und Jakob Griebel (H. Griebel & Co.) (Foto: Pfefferminzia)
Teilnehmer des Charta-Programms „Building Business“ (v.l.n.r.): Nico Ullrich (Schöpplein Assekuranzmakler), Moritz Kehmer (Kehmer Versicherungsmakler), Kay Alexander Münch (Versicherungsmakler Münch & Sohn) Marvin Panschilling (Charta), Claas-Eric Schneider (Versicherungsbüro Schneider), Jürgen und Jakob Griebel (H. Griebel & Co.) (Foto: Pfefferminzia)

Und so gleitet die „Mare Frisium“, mal mit und mal ohne Motor, geschmeidig das Reststück der Elbe hinab und wieder hinauf. Nachdem sie wieder angelegt hat, sagt ein sichtlich zufriedener Charta-Vertriebschef Marvin Pfanschilling: „Wir hatten wieder eine unglaublich gute Veranstaltung mit tollen Menschen, auf der es nicht nur um Fachlichkeit ging, sondern vor allem um den Netzwerkgedanken. Tolle Maklerpersönlichkeiten, die sich untereinander und mit Versicherern ausgetauscht haben.“

Charta-Leute an Bord der „Mare Frisium“: Manuela Proske (Partnerbetreuung), Ulrich Neumann (Vorstand), Marvin Pfanschilling (Vertrieb und Marketing) (Foto: Pfefferminzia)
Charta-Leute an Bord der „Mare Frisium“: Manuela Proske (Partnerbetreuung), Ulrich Neumann (Vorstand), Marvin Pfanschilling (Vertrieb und Marketing) (Foto: Pfefferminzia)

Außerdem beantwortet er die wohl naheliegendste Frage überhaupt: Was macht ein Düsseldorfer Maklerpool auf einem Schiff in Hamburg? Pfanschilling: „Es macht viel mehr Spaß, als sich in einem Kongresshotel Vorträge anzuhören.“

Ebenfalls mit an Bord war Makler Andreas Lohrenz, der zugleich die zwei größten Facebook-Gruppen für Vermittler betreibt. Sein Fazit: „Wenn man nicht vom Wasser kommt, ist das hier mit dem Boot als Location sehr attraktiv. Das Schiff ist toll, die Leute sind toll, kann man gerne wieder machen.“

So weit, so nachvollziehbar. Doch dann meint Lohrenz, dass das Schiff gerne mehr hätte schwanken können. Dann wäre die Herausforderung größer gewesen. Das sehen wir dann aber doch etwas anders.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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Eine Antwort

  1. vielen lieben Dank für den tollen Beitrag und die lobenden Worte. Danke, dass ihr mit am an Bord ward und erleben konntet, wie viel Spaß netzwerken und Fachlichkeit machen kann. So macht Versicherungsmakler richtig Spaß, besonders mit der CHARTA

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