Es ist eine unumstößliche Wahrheit in der Geldanlage, dass Rendite auf Kosten der Sicherheit geschaffen wird und umgekehrt. Verspricht nun ausgerechnet ein Produkt zur Absicherung der Langlebigkeit, das ja eher nicht zur Geldanlage, sondern zur Absicherung des Langlebigkeitsrisikos geeignet ist, man habe beides vereint, dann sollte man sich das unbedingt genauer ansehen.
Dieses bemerkenswerte Versprechen geben die sogenannten Index-Renten. Die beiden Zauberwörter lauten dabei Index-Partizipation und neue Garantien. Unter neuen Garantien ist zu verstehen, dass der Versicherer einen großen Teil des Risikos an den Versicherten abgibt. Es sind also weniger Garantien. In der klassischen Rentenversicherung trägt der Versicherer das Anlagerisiko und das Langlebigkeitsrisiko.
Umrechnung mit heute noch unbekanntem Faktor
Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung trägt der Versicherte das Anlagerisiko. Der Versicherer verspricht aber bei Vertragsabschluss, das bei Rentenbeginn erwirtschaftete Kapital nach einem garantierten Faktor umzurechnen; dem sogenannten Rentenfaktor.
In einer „modernen“ Rentenversicherung mit neuen Garantien gibt es eine Garantierente und ein Garantiekapital. Bei Rentenbeginn wird das Vertragsvermögen aber mit einem heute noch unbekannten Faktor in eine Rente umgerechnet.
So kann es sein, dass bei Rentenbeginn das vorhandene Vermögen das Garantiekapital um das Doppelte übersteigt. Bei einem schlechteren Umrechnungsfaktor muss deswegen aber nicht die Rente verdoppelt werden, sondern kann auch etwa auf dem Niveau der Garantierente bleiben. Der Versicherer kann also auf Zinsveränderungen und eine gestiegene Lebenserwartung reagieren. So muss er weniger Risiko tragen und auch nicht so viel Kapital im Sicherungsvermögen zurücklegen.
Das Produkt
Index-Renten sind grundsätzlich klassische Renten. Die Überschüsse werden in einen Index investiert. Läuft der Index gut, erhöht das die Rendite des Gesamtvermögens. Läuft der Index schlecht, so sind die Überschüsse verloren, aber die eingezahlten Beiträge sind weiterhin sicher im Sicherungsvermögen des Versicherers.
Betrachtet man dieses Modell, stellt sich die Frage, ob hier tatsächlich eine höhere Rendite erzielt werden kann als in der klassischen Rentenversicherung. Denn wenn der Versicherer keine Überschüsse erwirtschaftet, kann auch die Index-Partizipation nicht bezahlt werden. Und selbst wenn, muss der gewählte Index über einige Jahre hervorragend abschneiden, um eine nennenswert höhere Rendite zu erzielen.
Zwei Indizes sind besser als einer
Eine der wenigen Möglichkeiten, die Sicherheit einer Anlagestrategie zu erhöhen, ohne zwingend Rendite einzubüßen, ist eine gute Mischung und breite Streuung des Kapitals. Die Barmenia Lebensversicherung geht hier mit ihrer Privat-Rente Index einen Schritt in die richtige Richtung, weil die Überschüsse immerhin auf zwei Indizes gleichzeitig verteilt werden können, die entweder an den 30 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands (Dax) oder an den 50 größten, börsennotierten Unternehmen Europas (Euro Stoxx 50) orientiert sind.
Dadurch lassen sich Schwankungen vermeiden, was dem typischen deutschen Sparer sicherlich helfen wird, den Vertrag bis zum Ende durchzuhalten. Viele gute fondsgebundene Produkte werden im falschen Moment verkauft, wenn die Märkte stürmisch werden.
Die Bonbons
Ebenfalls eine gute Lösung ist die Pflegeoption, da sie am Kundennutzen orientiert ist. Drei Monate vor Ablauf der Versicherung kann der Kunde wählen, ob er für etwa 8 Prozent weniger monatlicher Rente sich den Schutz einkaufen möchte, dass die laufende Rente im Pflegefall verdoppelt würde. Das ist vor allem dann interessant, wenn der Kunde es versäumt hat, auf anderem Wege für dieses Thema vorzusorgen.
Neben den 8 Prozent Leistung kostet die Option darüber hinaus auch eine mögliche Rückzahlung des Restkapitals im Todesfall. Auch eine eventuell vereinbarte Rentengarantiezeit würde auf fünf Jahre gekürzt werden. Vertrieblich interessant sind einige Lösungen der Barmenia, die so nicht am Markt zu finden sind. Diese Lösungen sind auch in der klassischen und fondsgebundenen Rentenversicherung der Barmenia enthalten.
Interessant für Singles
Als Erstes ist der Tarif für Singles äußerst spannend, da sowohl in der Ansparphase als auch in der Rentenphase auf eine Todesfallleistung verzichtet werden kann. Dadurch erhöht sich die Rentenleistung um rund 10 Prozent. Vertrieblich schwierig ist dabei, dass nur die wenigsten Kunden vorhaben, ein Leben lang Single zu bleiben.
Der zweite Punkt ist vor allem vertrieblich interessant, weil es eher ein Marketing-Gag als eine echte Option ist. Der Kunde kann auch während der Leistungsphase durch Zuzahlungen jederzeit die Rentenleistung erhöhen. Da die Zuzahlung zu den dann gültigen Rechnungsgrundlagen erfolgt, ist sie technisch nichts weiter als eine sofort beginnende Rente gegen Einmalzahlung.
Schnell und unbürokratisch
Im Kundeninteresse ist es aber auch, da eine Einzahlung mit Sicherheit weniger aufwendig und wahrscheinlich auch günstiger ist als ein Neuabschluss. Diese Lösung wird zukünftig sicherlich Nachahmer finden, da mehr und mehr damit zu rechnen ist, dass wir noch im hohen Alter erben werden. Denn unsere Eltern werden ja ebenfalls immer älter. Umso besser, wenn man das Geld schnell und unbürokratisch in einen bestehenden Vertrag einzahlen kann.
Drittens bietet die Barmenia in der Rentenversicherung eine garantierte Rentensteigerung von bis zu 3 Prozent an, was etwas über 30 Prozent der garantierten Rente kosten würde. Auch diese Option kann für besonders gesunde Kunden, die nicht auf zukünftige Überschüsse vertrauen möchten, attraktiv sein.
Das Fazit
Unterm Strich ist die Barmenia Privat-Rente Index für Makler eine weitere Option, die in einzelnen Fällen durchaus Sinn ergeben kann. Zur Absicherung des Langlebigkeitsrisikos ist sie aufgrund eines fehlenden Rentenfaktors eher nicht geeignet.
Für Singles, die bei der Geldanlage ein kleines bisschen mutig sind und die vielleicht auch das Pflegerisiko mit absichern möchten, kann die Privat-Rente Index eine gute Lösung sein. Ein 36-Jähriger, der bis zum 67. Lebensjahr monatlich 200 Euro einzahlt, erhält eine Rente von 216,35 Euro oder eine Kapitalabfindung von 73.800 Euro garantiert.
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