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Von Versicherung bis Immobilien

„Ganzheitliche Beratung ist für uns zentral“

Finanzgenies versteht sich nicht als klassischer Maklerpool, sondern als Plattform für unabhängige Finanzberater. Mitgründer und Geschäftsführer Markus Stadler erklärt im Interview, wie das Modell funktioniert, warum Gemeinschaft für Vermittler wichtig bleibt und wie Produkte ausgewählt werden.
Zwei Männer in Businesskleidung vor modernem Holzdekor.
© Pfefferminzia
Markus Stadler (l.), Geschäftsführer Finanzgenies, unterhielt sich mit Redakteur Andreas Harms im Pfefferminzia-Studio.

Pfefferminzia: Was macht Finanzgenies eigentlich?

Markus Stadler: Für das, was wir machen, gibt es keinen festen Begriff. Jeder weiß, was ein Maklerpool ist, ein Strukturvertrieb oder eine Ausschließlichkeit. Wir verstehen uns eher als Plattform für Menschen in der Finanzbranche – für Finanzberater und Finanzdienstleister. In der Praxis gibt es viele Themen, die Vermittler erledigen müssen, auf die sie aber wenig Lust haben: Datenschutz, Geldwäsche, Abrechnung, Systeme oder IT. Genau darum kümmern wir uns. Unsere Partner sollen sich auf das konzentrieren können, was ihnen wirklich Spaß macht – nämlich Kunden beraten. Viele Makler, die mit uns arbeiten, kommen aus großen Vertrieben, aus der Ausschließlichkeit oder aus Maklerpools. Sie suchen häufig eine neue Heimat, eine Gemeinschaft, in der sie unabhängig arbeiten können, aber trotzdem Unterstützung bekommen.

Worin unterscheidet sich Ihr Ansatz von einem klassischen Maklerpool?

Stadler: Ein Pool bietet in der Regel Anbindungen an Gesellschaften, Vergleichsrechner, Provisionsabrechnung und vielleicht noch Technik oder Wissensmanagement. Wir versuchen, das Vakuum zwischen großen Vertrieben und diesen eher nüchternen Dienstleistern zu füllen. Große Vertriebe bieten viel Gemeinschaft und Unterstützung, Pools eher Infrastruktur. Wir wollen die Vorteile beider Welten verbinden. Unsere Vermittler bekommen zum Beispiel sehr viel Transparenz. Sie wissen genau, welche Provisionseingangssätze wir haben und was Technik oder Systeme kosten.

Von den Provisionen, die wir erhalten, geben wir 90 Prozent an die Vermittler weiter. Gleichzeitig stellen wir viele Tools und Systeme bereit – etwa Vergleichsrechner, Maklerverwaltungsprogramme oder Kunden-Apps. Dazu kommt persönlicher Support: Ausbildung, Weiterbildung, vertriebliche Unterstützung und manchmal auch ein kleiner Tritt in den Allerwertesten, wenn es nötig ist. Viele, die aus einem Vertrieb kommen, denken zunächst: Jetzt bekomme ich mehr Provision, also muss ich weniger machen. Aber genau darum geht es nicht. In einer Gemeinschaft kann man sich austauschen und voneinander lernen.

Wie wählen Sie Produkte aus, die die Vermittler dann vertreiben?

Stadler: Unser erster Mitarbeiter war tatsächlich unser Produktmanager. Wir sind da ziemlich detailverliebt und schauen sehr tief in den Markt hinein. Es gibt bei uns Arbeitsgruppen für Versicherungen, Investments sowie Immobilien und Finanzierung. Für jede Sparte haben wir einen Kriterienkatalog, anhand dessen wir Produkte analysieren. Daraus entsteht eine Empfehlungsliste mit Tarifen oder Lösungen, die wir besonders sinnvoll finden. Wichtig ist aber: Diese Liste ist keine Verpflichtung. Unsere Leute können grundsätzlich jedes Produkt am Markt vermitteln. Die Liste dient lediglich als Orientierung – eine Art Shortlist. Viele Vertriebe begrenzen zum Beispiel Vergleichsrechner so stark, dass nur noch wenige Tarife sichtbar sind. Bei uns gibt es diese Einschränkungen nicht.

Wie reagieren Versicherer und Investmentgesellschaften auf Ihr Unternehmen?

Stadler: Wir sind noch relativ jung, haben aber mittlerweile rund 200 Makler. Bei unserem Jahresauftakt in Frankfurt waren etwa 25 Produktpartner dabei. Viele schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir versuchen nicht, unsere Partner bis zum Letzten auszupressen, sondern setzen auf langfristige Beziehungen. Einige begleiten uns tatsächlich schon seit dem Start. Mit manchen tauschen wir uns regelmäßig aus, teilweise sogar wöchentlich. Mit anderen gibt es weniger Kontakt, wenn auch weniger Geschäft zusammenläuft. Insgesamt ist das Verhältnis aber sehr partnerschaftlich.

Welche Rolle spielt Ganzheitlichkeit in Ihrer Beratung?

Stadler: Sie ist zentral. Viele sprechen davon, aber wenn man sich die Zahlen anschaut, sieht man oft etwas anderes. Bei uns betreuen Vermittler im Schnitt fünf bis sechs Verträge pro Kunde. Das ist recht viel und sorgt auch für stabile Bestände und laufende Einnahmen. Neben klassischen Versicherungen und Investments gibt es Kooperationen etwa bei Strom, Gas oder DSL sowie Kontakte zu spezialisierten Anwälten. Außerdem spielen Immobilien, Finanzierungen oder Photovoltaik eine Rolle. Dadurch entsteht ein sehr breites Beratungsangebot.

Planen Sie weitere Themen?

Stadler: Ein oder zwei Punkte stehen noch auf unserer Agenda. Aktuell schauen wir uns zum Beispiel Edelmetalle und Rohstoffe an. Danach sind wir inhaltlich erst einmal ziemlich breit aufgestellt.

Noch mehr Praxiswissen gibt es in unserem eMagazin „Makler werden“ – hier kostenfrei lesen.

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