Der GDV-Vertriebskodex sei für Wirtschaftsprüfer ein echter Kassenschlager. Sie würden von den Versicherern Beratungshonorare verlangen, die im Bereich von einer Million Euro liegen, berichtet der Versicherungsbote. Was die Berater ihren Mandanten dafür testieren, sei hingegen nicht besonders aussagekräftig.
Zwar gebe es einen hohen Papieraufwand. Was dort drin stehe, sei jedoch nicht mehr, als die Bestätigung, dass der Versicherer am Kodex teilgenommen hat. Ob er die Regeln auch umgesetzt hat, dazu könnten die Prüfer gar keine Aussage treffen, denn ihnen fehle eine Vorgabe für entsprechende Prüfkriterien.
Alles, was der vorhandene Prüfstandard IDW PS 980 hergebe, sei lediglich eine Antwort auf die Frage, ob der Versicherer den Kodex in Verträgen und Arbeitsanweisungen abgedruckt habe, schreibt der Versicherungsbote weiter. Auslegungshinweise zum Kodex habe der GDV zwar entworfen, einsehbar seien sie hingegen nicht.
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