Betrug im Bärenfell?

Verdächtige wollen Versicherung einen Bären aufbinden

Bärenstarker Plan? Wohl kaum. Eine Gruppe aus vier Personen wollte mutmaßlich Autoversicherungen betrügen. Dafür steckten sie einen von ihnen in ein Bärenkostüm.
Das Original: Braunbär im Zoo von Quebec
© Pixabay
Das Original: Braunbär im Zoo von Quebec

In Südkalifornien hat die Polizei vier Personen verhaftet, weil sie mutmaßlich ihre Versicherung betrügen wollten. Inzwischen habe man Anklage wegen Versicherungsbetrugs und Verschwörung erhoben, teilte die Staatsanwaltschaft von San Bernardino County mit. Das melden US-Medien übereinstimmend (zum Beispiel NBC).

Die Verdächtigen hatten ihrer Autoversicherung als Beleg ein Video vorgelegt. Das zeigte, wie angeblich ein Bär in ihr in den Bergen geparktes Auto eindrang und es beschädigte. Dabei handelte es sich um einen 2010er Rolls-Royce Ghost. Nicht ganz billig, wie der Markenname schon andeutet.

Doch dann teilte die Versicherungsbehörde mit: Nachdem man das Video geprüft hatte, war klar, dass der vermeintliche Bär nur ein Mensch in einem Bärenkostüm war. Später habe man in der Wohnung eines der Verdächtigen ein solches Kostüm gefunden: braunes Fell, Bärenkopf, Pfoten und Metallwerkzeuge, um Kratzspuren zu simulieren.

Offenbar handelte es sich dabei um eine Masche. Denn es stellte sich heraus, dass die Gruppe schon Schäden an zwei anderen Autos gemeldet hatte. Auch dazu hatten sie Videos vorgelegt, alle am selben Ort aufgenommen. Und wieder war darauf nur ein als Bär verkleideter Menschen zu sehen, was nun sogar ein Biologe bestätigte. Auch diese beiden Mercedes-Modelle (AMG G 63 und E350) gehören zu den höherpreisigen Autos. So habe der Betrug die Versicherungsgesellschaften insgesamt fast 142.000 Dollar gekostet, heißt es von den Behörden.

Ausschnitte aus dem Video sind hier zu sehen:

 

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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