„Wer fürs Alter vorsorgt, darf nicht bestraft werden“

Bundeskabinett beschließt Entlastung für Betriebsrentner ab 2020

Ab 2020 müssen Betriebsrentner in Deutschland weniger Krankenkassenbeiträge zahlen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Rund 4 Millionen Menschen in Deutschland werden ab dem kommenden Jahr von dieser Regelung profitieren.
© picture alliance/Markus Scholz/dpa
Hat sich mit seinem Plan zur Entlastung von Betriebsrentnern durchgesetzt: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Der Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner bereits ab dem kommenden Jahr zu entlasten, ist aufgegangen. Das Bundeskabinett hat beschlossen, 2020 einen Freibetrag einzuführen. 4 Millionen Menschen werden davon profitieren.

„Ein Drittel der Betriebsrentner wird weiterhin keine Beiträge zahlen, das sind diejenigen, die unter 159,25 Euro monatliche Betriebsrente liegen“, erklärte Jens Spahn der „Tagesschau“. Dazu ein Zahlenbeispiel: Wer im kommenden Jahr 169 Euro im Monat Betriebsrente bekommt, zahlt nur noch auf 10 Euro Kassenbeiträge. „Ein weiteres knappes Drittel zahlt maximal den halben Beitrag. Und ein weiteres gutes Drittel wird zumindest um 300 Euro im Jahr entlastet“, so Spahn weiter.

Die Neuregelung soll sowohl für monatliche Zahlungen als auch für einmalige Kapitalauszahlungen gelten. Spahn: „Wir wollen das Vertrauen in die betriebliche Altersvorsorge stärken. Wer fürs Alter vorsorgt, darf nicht bestraft werden.“ In der sozialen Pflegeversicherung bleibe aber die alte Rechtslage bestehen.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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