Vermögenswirksame Leistungen

Altersvorsorge über Aktienfonds ist eher Männersache

Frauen stehen dem Sparen mit Aktienfonds in Form vermögenswirksamer Leistungen eher skeptisch gegenüber. Das hat schlechte Auswirkungen auf ihre Altersvorsorge, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Männer investieren hingegen deutlich häufiger in diese Anlageform.
© Pixabay
Zwei ältere Frauen auf einer Hängematte: Bei der Altersvorsorge sind die Männer oft besser aufgestellt als ihre weiblichen Kollegen.

Frauen verzichten beim Sparen in Form vermögenswirksamer Leistungen (VL) überdurchschnittlich häufig auf Aktienfonds. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Sutor Bank. Die Auswertung von rund 120.000 VL-Depots, die das Kreditinstitut für ihre Kunden verwaltet, ergab, dass nur 37 Prozent der Depots im Besitz von Frauen sind.

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„Durch den überdurchschnittlich hohen Verzicht auf VL-Sparpläne mit Aktienfonds fehlt vielen Frauen ein wichtiger Renditebaustein für die Altersvorsorge. Dabei ist die Rentenlücke gerade bei Frauen in der Regel höher als bei Männern aufgrund längerer Nichtbeschäftigungszeiten“, sagt Robert Freitag, geschäftsführender Gesellschafter der Sutor Bank. „Das Sparen mit Aktienfonds ist aus Renditesicht anderen Anlageformen langfristig überlegen. Zudem muss der Anleger keinen eigenen Cent investieren, wenn der Arbeitgeber die Sparraten übernimmt und zudem noch die staatliche Förderung dazukommt.“

Bei einem Fondssparplan werden auf maximal 400 Euro zahlt der Staat eine Sparzulage in Höhe von 20 Prozent – das macht bis zu 80 Euro pro Jahr. 

Damit sich Arbeitnehmer diese Zusatzleistungen nicht einfach still entgehen lassen, rät die Sutor Bank dazu, beim Arbeitgeber einfach mal nachzufragen. Denn: „Viele Firmen leiden unter Fachkräftemangel. Die freiwillige Übernahme von VL-Zahlungen kann die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Wer nach VL fragt, hat daher gute Chancen, auf offene Ohren bei seinem Arbeitgeber zu stoßen“, erklärt Freitag.

Gut zu wissen:

VL-Zahlungen sind nicht an bestimmte Beschäftigungsverhältnisse gebunden.  Das ist besonders für Frauen interessant, da sie häufiger in Teilzeit beschäftigt sind. „Auch wer Teilzeit arbeitet, hat Anspruch auf VL“, sagt Freitag. Hier käme es jedoch ebenfalls darauf an, ob ein Arbeitgeber tariflich zur Zahlung von VL verpflichtet ist oder dies gegebenenfalls freiwillig übernehme.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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