Pfefferminzia: Sie Drei haben zusammen gerade das Projekt Worksurance gestartet. Worum handelt es sich dabei?
Christian Schwalb: Mit Worksurance sind wir dran, eine Art Wikipedia für Fragen zur Arbeitskraftabsicherung aufzubauen. Wir wollen eine große Wissensdatenbank schaffen, auf der sich Verbraucher, die sich online zur Berufsunfähigkeitsversicherung und zu den Alternativen der Arbeitskraftabsicherung schlau machen wollen, unabhängig informieren können. Bis dato setzen wir hier vollumfänglich auf das Know-how aus unserem Hause und auf unseren Experten Philip Wenzel. Worksurance soll aber wie Wikipedia immer weiterwachsen. Deswegen sollen auch weitere Biometrie-Experten aus der Branche auf dem Portal zu Wort kommen.
Mittelfristig wollen wir hier eine sinnvolle Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung für Verbraucher schaffen. Denn im Moment ist der Fokus bei vergleichbaren Internetseiten eher der schnelle Abschluss, als die neutrale und fachlich fundierte Information.
Der größte Mehrwert ist aber sicherlich, dass der Leser auf Worksurance immer die Möglichkeit hat, sich von einem praxiserprobten Experten beraten zu lassen. Denn selbst, wenn wir mal 1.000 Seiten haben, ist das Biometrie-Geschäft am Ende immer individuell.
Wie ist das Ganze entstanden?
Philip Wenzel: Worksurance ist ein klassisches Start-up. Nur, dass wir nicht aus einer Garage, sondern aus einem Keller in Ortenberg und einem Keller in Kemnath herausoperieren. Das ist ja das Geile am Internet. Wenn du einen Anschluss hast, kannst du von überall aus zusammenarbeiten. Alexander und ich waren schon immer lose im Austausch. Ich habe schon in meinen Vorträgen von einem Verrückten, der beispielsweise exotische Nischen über eine Website versichert, erzählt, da wusste ich noch nicht mal, wer da dahintersteckt.
Alexander Hacker: Ich habe Philip auch schon eine Weile beobachtet. Was er mit seinem Blog macht, funktioniert. Er liefert fachlich gute Texte, die er in kurzer Zeit produzieren kann. Aber das hat noch nichts mit Suchmaschinenoptimierung zu tun. Das fand ich schon spannend. Ich habe dann mal angefangen, den Markt zu beobachten. Habe wochenlang Recherche betrieben, Vergleiche erstellt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Konstellation, wie wir sie jetzt haben, perfekt ist, um eine Seite wie Worksurance zu erstellen. Deshalb habe ich Philip auf einem Workshop von mir in Ortenberg angesprochen und danach ging alles ganz schnell.
Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus?
Hacker: Die Informationsqualität hat oberste Priorität. Es geht nicht darum, eine Suchmaschine zu manipulieren. Man muss sich das so vorstellen, wie die tausend Anlagen meiner Steuererklärung. Wenn ich alle Anlagen, Rechnungen und Quittungen ungeordnet in einer Schuhbox mit meiner Steuererklärung bei meinem Finanzamt abgebe, dann ist das rein informationstechnisch erst mal richtig. Der Finanzbeamte wird mich aber zurecht fragen, ob mit mir alles in Ordnung ist. Und genauso verhält es sich mit Content und den Suchmaschinen.
Ich muss mit Philip herausfinden und verstehen, welche Informationen überhaupt von den Verbrauchern gesucht werden. Danach müssen wir unter anderem einen Prozess festlegen, in welcher Reihenfolge und in welchem Zusammenhang die vielen Informationen online gestellt werden sollten. So, dass der Verbraucher und auch die Suchmaschine besser die relevanten Informationen findet. Es geht einfach darum, das Richtige auch sichtbar und schnell greifbar für den Suchenden zu machen.
Was haben Leser davon?
Schwalb: Wir wollen den Lesern auf Worksurance Experten-Inhalte bieten. Das Anstrengende an einer Online-Recherche zu einem Thema, bei dem ich mich nicht auskenne, ist ja vor allem, verlässliche Quellen zu finden. Bei etwas so kontrovers Diskutiertem wie der Arbeitskraftabsicherung ist es unendlich nützlich, wenn die Experten alle Meinungen am Markt bereits gefiltert haben. Wenn ich als Verbraucher jetzt auf einer Plattform komprimiert alle wesentlichen Inhaltsfragen zu Arbeitskraftabsicherung von Experten beantwortet bekomme, die auch an anderer Stelle im Netz als Profis bekannt sind, dann sollte die Vertrauensfrage beantwortet sein.
Das wirklich spannende am Thema Arbeitskraftabsicherung ist doch, dass wir bei zwei Drittel an Unversicherten und einer durchschnittlichen BU-Rente von 1.000 Euro noch von einem wirklichen Marktpotenzial sprechen können. Gleichzeitig hat die flächendeckende Versorgung der Verbraucher in diesem Segment auch eine sozialpolitische Komponente, alles in allem Aspekte für eine erfolgversprechende Zukunft. Als Marktteilnehmer, gleich ob Versicherer oder Finanzberater, würde ich mich mit diesem Projekt intensiver beschäftigen und den kooperativen Dialog suchen.
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