BU-Schutz fehlt oft

Junge Frauen häufiger berufsunfähig wegen Krebserkrankung als Männer

60 Prozent der Menschen in Deutschland haben Angst, an Krebs zu erkranken. Auch die Sorge vor einem Schlaganfall (47 Prozent) und vor Demenz (42 Prozent) treibt die Bürger um. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die vor den finanziellen Folgen eines solchen Leidens schützen kann, haben aber nur die wenigsten abgeschlossen.
© Swiss Life Deutschland
Deutlich mehr junge Frauen als Männer werden wegen einer Krebserkrankung berufsunfähig.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland fürchtet sich vor der Diagnose Krebs. 60 Prozent treibt diese Sorge um, zeigt eine aktuelle Yougov-Umfrage im Auftrag der Swiss Life. Verwunderlich ist das nicht, denn jedes Jahr erkranken hierzulande laut aktueller Daten der Robert-Koch-Instituts rund eine halbe Millionen Menschen an dieser Krankheit.

Zwar steigen wegen des medizinischen Fortschritts die Überlebenschancen, trotzdem wirbelt die Krankheit vieles im Leben der Betroffenen durcheinander. Wie eine Datenauswertung des BU-Bestands der Swiss Life ergeben hat, führt Krebs gerade bei jüngeren Frauen recht häufig zu einer Berufsunfähigkeit.

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So haben Frauen bereits zwischen 21 und 30 Jahren mit 9 Prozent aller BU-Leistungsfälle einen doppelt so hohen Anteil an Krebs als BU-Ursache wie Männer mit knapp 4 Prozent. Zwischen 31 und 40 Jahren sind Frauen mit 15 Prozent anteilsmäßig dreimal so häufig von Krebs als BU-Ursache betroffen wie Männer (5 Prozent). Bei den Männern steigt der prozentuale Anteil von Krebs als BU-Ursache mit 11 Prozent laut der Daten erst zwischen 51 und 60 Jahren deutlich an. Doch auch hier sind Frauen im selben Altersabschnitt mit 16 Prozent anteilsmäßig deutlich häufiger von Krebs als BU-Ursache betroffen als Männer. Insgesamt kommt Krebs auf einen Anteil von 10 Prozent, wenn es um die Ursache für eine Berufsunfähigkeit geht.

Nach der Krebserkrankung fürchten sich die Bundesbürger vor allem vor einem Schlaganfall (47 Prozent) und vor Demenz (42 Prozent). Trotzdem haben mehr als 80 Prozent der Befragten keine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Fall einer schweren Erkrankung abgeschlossen. Nur 14 Prozent haben ihre Arbeitskraft abgesichert.

„Diese Zahlen belegen leider deutlich, dass immer noch zu viele Menschen die Bedeutung einer Absicherung ihrer Arbeitskraft unterschätzen“, sagt Stefan Holzer, Leiter Versicherungsproduktion und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland. Interesse an einer Beratung durch einen Versicherungsmakler oder -vermittler zu diesem Thema zeigen laut Umfrage 38 Prozent der Befragten.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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